Donnerstag, 5. Februar 2015

Thermalbäder in Budapest

Budapest verfügt über mehr als 120 heiße Quellen, aus denen täglich tausende Kubikmeter mineralstoffreiches Wasser sprudelt. Das wußten schon die alten Römer und mit Ihrem Faible für öffentliche Bäder unterhielten sie auf dem Gebiet des heutigen Budapest bereits 14 Thermen. Im Mittelalter war Baden nicht so populär, mit der Besetzung durch die Türken im 16. und 17. Jahrhundert lebte die Nutzung der warmen Wasserquellen wieder auf. Im 19. Jahrhunderts schliesslich wurden die Bäder sehr populär und 1930 wurde Budapest offiziell der Titel "Bäderstadt" verliehen.

Die heute sehr bekannten Bäder wie das Gellért-Bad oder das Széchenyi-Bad gehen auf den Boom Ende des 19., Anfang des 20. zurück und sind auwändig angelegte Repräsentativbauten. 1866 wurden im Stadtwäldchen Bohrungen durchgeführt, die bis in 970 Meter Tiefe gingen. Aus dieser Quelle sprudelt noch heute 73 Grad heisses Heilwasser. Zunächst wurde es mit einem Badehaus genutzt, 1909 und 1935 folgten dann größere Bauten, damit mehr Badende das warme Wasser nutzen konnten. Eine weitere Bohrung 1938 stiess in 1256 Metern Tiefe auf 77 Grad heisses Wasser. 6000 Kubikmeter Wasser sprudeln täglich aus diesem St. Stephans-Brunnen.

Heute bietet die 2004 vollständig restaurierte Anlage des Széchenyi drei Außen- und zwölf Innenbecken mit Wassertemperaturen bis 40 Grad sowie zwei Saunen und ein Dampfbad. Ergänzt wird dies durch ein Erlebnisbad sowie Einrichtungen für physiotherapeutische Behandlungen.

Daneben gibt es natürlich noch weitere Badeanlagen - 21 an der Zahl, wovon 10 Heilbäder sind.

Wird Ihnen bei diesen Daten auch wohlig warm? Dann empfehlen wir eine Gruppenreise nach Budapest an der schönen Donau. Entdecken Sie prachtvolle Bauten aus der Kaiserzeit, gute ungarische Spezialitäten undeine weit bekannte Folklore. Und lassen Sie sich in einem der Bäder verwöhnen. Ganz der Tradition entsprechend gemeinsam mit guten Freunden, mit viel Zeit zum Diskutieren und Geniessen.