Freitag, 15. Juni 2018

Reiseblogger Interview mit Dirk von planetenreiter.de

Dirk von planetenreiter hat sich diese Woche unseren Fragen gestellt. Ein interview, das uns in die Ferne zieht.

11 Fragen - 11 Antworten

1. Erst einmal die Fakten: Wie heißt Du, wie lange bloggst Du schon auf planetenreiter.de?
Mein Name ist Dirk 'DC'Loew, ich blogge seit 2013 mit dem planetenreiter, hauptsächlich über Reisen nach Lateinamerika, Afrika, Europa.

2. Was zeichnet planetenreiter.de aus, was unterscheidet ihn von anderen? Was liegt Dir an Deinem Reiseblog besonders am Herzen?
planetenreiter ist ein Reiseblog für unabhängige Traveller - also für Leute, die eher alles selbst organisieren wenn sie verreisen, vielleicht gar nicht so viel planen, und für die Reisen noch etwas mit Entdecken, Neugier, Reflektieren zu tun hat. Der planetenreiter möchte inspi-rieren und ermutigen, auch Wege abseits der ausgetretenen Pfade des Massentourismus zu gehen, und gibt dafür Information und Hilfe. Alle meine Reisetipps sind selbst erlebt und ausprobiert, alles ist authentisch. Ich bin zudem vollkommen unabhängig, wenn etwas schlecht ist, benenne ich das.

3. Wie und aus welcher Motivation heraus bist Du zum Bloggen gekommen?
Viele der Informationen, welche ich als Reisender selbst gesucht habe, konnte ich nirgends so recht finden. Also dachte ich mir, dies selbst aufzuschreiben. Ich mag das Schreiben, das ist Freiheit. So wie das Reisen.

4. Was war Dein „Best Travel Moment“?
Den einen Moment gibt es sicherlich nicht, alle meine Reisen sind immer sehr speziell und besonders, das ist ja die grundlegende Idee für mich. Für mich sind die schönen und emoti-onalen Momente, wenn Imagination und Realität aufeinandertreffen - und die Realität ob-siegt. Spezielle und inspirierende Orte sind für mich die Serengeti in Tansania und die An-den in Peru. Hier fühle ich mich eins mit dem Land, den Menschen, der Natur, der Ruhe. Aber auch den Amazonas mal zu sehen und tagelang auf ihm in Richtung Manaus entlang zu schippern war ein sehr starker Moment von vier Tagen.

5. Südamerika, Afrika, Europa - Gibt es denn einen Ort an den es dich immer wieder hinzieht?
Klar, momentan ist das Peru, wo ich gerade jüngst wieder war. Ein sehr schönes, sehr inspi-rierendes, berührendes Land mit einer ganz eigenen Kultur, Geschichte, Natur, sehr ange-nehmen Menschen. Und wer den Afrika Virus irgendwann mal eingefangen hat, den lässt dieser Kontinent nicht mehr los. Campen um afrikanischen Busch ist ziemlich emotional, un-gewöhnlich, und sehr lohnenswert. In Europa bin ich sehr gerne in Irland und England un-terwegs. Und wer Italien und Spanien nicht liebt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen!

6. Dein Blog erweckt mit ausdrucksstarken Fotos das Fernweh der Leser. Was sind Deine Top 3 Tipps für Reisefotografie?
Die Tipps für die beste Fotografie sind eigentlich ganz einfach, und gelten sowohl für Reise- als auch Landschafts und Naturfotografie:

  • Habe das beste für dich passende Equipment, und kenne es gut. Man kann keine guten Fotos machen, wenn man seine eigene Kamera nicht kennt. Aber natürlich gilt diesbezüglich auch: Es ist nicht die Kamera oder das Objektiv, welches die guten Motive erkennt. Es ist der Fotograf.
  • Immer an das Licht denken: Wo kommt es her, wie kann ich es einfangen, wie be-leuchtet es mein Motiv, wo sind die Schatten?
  • Master the Moment: Als Fotograf auf Reisen kann man oft nicht lange vorplanen. Man sollte es aber im Kopf tun und sich vorstellen, was für ein Foto man haben möchte. Wenn sich dann die Gelegenheit ergibt, muss man den Moment am Schopf packen und das bestmögliche Foto aufnehmen.

Letztlich gilt: Zwischen Fotografie und Knipserei ist ein Unterschied, und man muss diesen für sich definieren, und dann entsprechend handeln.

7. Welches Ziel steht noch ganz oben auf Deiner Travel Bucketlist?
Ich habe keine Bucketlist - Reisen ist nicht Abhaken für mich. Reisen ist Erleben, Fühlen, In-spiration, Reflexion. All das sehe und finde ich in keiner Bucketlist, und es gibt auch keine in meinem Reiseblog. Mit langem Vorplanen habe ich es auch nicht so. Wenn ich einen Wunsch äussern darf: Ich würde gerne mit Walen schnorcheln, mal sehen, wo das passieren könnte.

8. Wie recherchierst Du Deine Reiseziele? Sind Meinungen von anderen Reisenden für Dich ausschlaggebend, lässt Du Dich gern überraschen, wie bzw. was planst Du, was nicht?
Ich recherchiere recht wenig für meine potenziellen Reiseziele, eigentlich immer nur, wie man mit dem Flieger am besten hinkommt, und wie man vor Ort herum kommt. Ganz grob, ohne viele Details. Die möchte ich ja vor Ort herausfinden - und lasse mich dann auch gerne überraschen. Dazu lese ich auch andere Reiseblogs, vertraue aber auch Lonely Planet. Meinungen von anderen Reisenden sind mir da überhaupt nicht wichtig, mir reichen die har-ten Fakten.

9. Worin besteht für Dich die größte Inspiration beim Reisen?
Reisen an sich ist ja schon Inspiration! Ich mag es, die Fremde und das Fremde zu finden, die Exotik anzutreffen, mich selbst als Fremder und Reisender zu spüren und berühren zu lassen, unterwegs zu sein. Das Unbekannte aufzusuchen, neugierig und offen zu sein, eine Reise zu erleben, das ist die grösste Inspiration für mich. Ich suche aber auf meinen Reisen keine Erkenntnisse oder Erlösungen oder ähnlichen esoterischen Schmus. Reisen ist nichts transzendentales, manchmal ist es ganz simples Handwerk. No busco nada - Ich suche nichts ist mein unpostuliertes Motto, wenn ich unterwegs bin. Ist vielleicht ein Widerspruch, aber das macht nichts, damit kann ich auf Reisen sehr gut auskommen!

10. Unterwegs macht man die spannendsten Bekanntschaften und trifft Menschen, die einen ganz besonders berühren. Wo und wie hast Du die interessantesten Bekanntschaften gemacht?

Die meisten Menschen trifft man ja irgendwie unterwegs - im Bus, am Flughafen, im Hotel. Leute die so reisen wie ich bzw. wir (also meine Frau und ich) treffen vielleicht gar nicht so viel auf ihresgleichen, glaube ich manchmal. Letztens in Peru haben wir ein Paar getroffen, das seit 2014 unterwegs ist, in Peru jetzt mit dem eigenen Geländewagen. Und die hatten uns ein paar Tage vorher in den Bergen, wo wir zu Fuß unterwegs waren, nach dem Weg gefragt. Das waren inspirierende Menschen!  Negativ inspirierend, wenn man so ausdrücken kann, waren die beiden Mädels, welche im Kleinbus auf dem Weg von den Anden in die Tiefebene des Amazonas-Regenwaldes ganze acht Stunden lang keinen einzigen Blick von ihren Smartphones nehmen konnten. Warum reisen die, habe ich mich gefragt, Facebook kann man sich zuhause den ganzen Tag anschauen?!

11. Und zu guter Letzt : Nenne mir drei gute Gründe, warum ich sofort auf Deinen Blog schauen sollte!

Ich schreibe ohne Bla und Schmuckgirlanden, nenne immer handfeste Reisetipps für Trips fernab des Gewöhnlichen, und versuche, meinen Texten den gewissen planetenreiter - Dreh zu verpassen. Meine Reisen und die Info darüber sind absolut authentisch, unverfälscht, ehr-lich, straight in the face sozusagen. Mein Blog ist, glaube ich, einer der besten Afrika und Südamerika Reiseblogs - und liefert Ideen und Info für schöne Reisen in diese Gegenden.


Noch eine kleine Speed-Question Runde

Koffer oder Rucksack? Weder noch - ich benutze einen Duffle Bag, das ist eine Tasche, die man wie einen Rucksack tragen kann.
Meer oder Berge?  In Peru - die Berge. Ansonsten eher das Meer, obwohl ich gar kein Strandgänger bin.
Hotel oder Privatunterkunft? Meistens das Hotel.
Alleine oder in Begleitung? Begleitung. Meine Frau hat mir das Alleinreisen sehr verleidet!

Vielen Dank, liebe Dirk, für das interessante Interview!

Vom Zuckerhut nach Machu Picchu bis nach Feuerland. Dirk nimmt uns in seinem Reiseblog Planetenreiter mit auf eine einzigartige Reise durch Südamerika. Ein intensives Lese-Erlebnis  erwartet uns! Wir erleben das Reich der Inka mit Cuzco und Machu Picchu. Wir entdecken die Anden bis hin zum Amazonas und lassen uns von einer einmaligen Landschaft verzaubern. Wir sammeln einmalige Eindrücke. Kultur und Abenteuer pur.

Fernweh? Es hat uns gepackt! Die erhabenen Landschaften von Dirks Fotos haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Wir erfahren, was wir bei einer Reise nach Südamerika zu beachten haben. Welch einzigartige Flora und Fauna uns erwartet. Wir sind begeistert von so viel Abenteuerlust.

Entdecken Sie die Kulturen Europas auf einer Kulturreise  hautnah. Erleben Sie Ihre eigenen unvergesslichen Reisemomente und halten Sie diese mit der Kamera fest.