Mittwoch, 13. August 2014

Titanic - Die Ausstellung

Der Mythos Titanic ist auch mehr als 100 Jahre nach dem Untergang des angeblich unsinkbaren Schiffes ungebrochen. Filme, Dokumentationen und Expeditionen zum Fundort haben gerade in den vergangenen Jahren dieses Zeugnis menschlichen Versagens in den Fokus gerückt.

Dem trägt auch die Ausstellung "Titanic - Die Ausstellung" Rechnung, die noch bis Ende September in Brüssel im Palais 2 der Expo zu sehen ist. Ab 21. Dezember 2014 ist sie im Museum Speyer zu sehen.

Die Macher der Ausstellung versuchen den Besucher mit dem persönlichen Schicksal der Opfer und Überlebenden zu konfrontieren. Zu Beginn erhält jeder einen "Boarding Pass" mit persönlichen Daten eines der Gäste auf dem Schiff. Die Ausstellung beginnt mit der Planung und dem Bau des damals größten Schiffs. und führt dann über einen Flur vorbei an den Kabinentüren in einen Raum, in dem ein Teil des Cafes, eine 1. Klasse-Kabine und 1 Panorama-Foto der Freitreppe zum Speisesaal der 1. Klasse zu sehen ist. Originale Pflegeartikel, Informationen zu den Angeboten auf dem Schiff und 'Interviews' (über den Audio-Guide) lassen den Luxus an Bord erahnen.

Es folgen Informationen über die Situation in der 2. und 3. Klasse (eine 4-Bettkabine ist nachgebaut) und schliesslich die Dokumentation der Ereignisse, die zur Katastrophe führten. Ein künstlicher Eisberg, den anzufassen der Besucher eingeladen ist, soll eine Vorstellung von den Temperaturen vermitteln, denen diejenigen ausgesetzt waren, die ins Wasser stürzten. Einzelne Schicksale sind auf Plakaten dokumentiert und auf TV-Schirmen sind Unterwasseraufnahmen vom Wrack in heutigem Zustand und eine Animation des Untergangs zu sehen.

Berührend ist eine große Tafel, auf dem Opfer und Überlebende nach Besatzung, 1., 2. und 3. Klasse sortiert aufgelistet sind. Hier kann man das Schicksal 'seiner' Identität nachsehen. Die Besucher, die hier die Namenlisten durchforsten, sind offensichtlich ergriffen. Mit Namen, Familienumständen und Reiseplänen wird die Katstrophe sehr persönlich.

Insgesamt ist die Ausstellung durchaus sehenswert. Für einen Besuch empfehle ich eine Gruppenführung / Workshop, der besonders für Schulklassen ein interessantes Programm darstellen. Das läßt sich gut in eine Klassenfahrt einbauen.