Mittwoch, 8. April 2015

Beethovenfest Bonn

In der Zeit des Tourismusmanagements ist die Werbung mit grossen Söhnen einer Stadt Usus. Geburtshaus, Klassenzimmer, Wirkungsräume, die Prägung durch den Geburtsort - all das wird erforscht und präsentiert in der Hoffnung, dass der Glanz der Berühmtheit auf den Ort seiner Kindheit und Jugend scheint. Wenn die Größe des Genies zu Lebzeiten bereits gefördert und gewürdigt wurde, ist das auch durchaus angebracht.

Einer der großen Söhne der nordrhein-westfälischen Stadt Bonn ist Ludwig van Beethoven. Er wurde am 16. Dezember 1770 in Bonn geboren, die damals Haupt- und Residenzstadt des Kurfürstentum Kölns war. Sein Großvater war bereits Hofkapellmeister am Kurkölnischen Hof und sein Vater sang als Tenor an der Hofkapelle. Das musikalische Talent des jungen Ludwig wurde bereits früh sichtbar und mit Hilfe von Kollegen des Vaters gefördert.

1782 übernahm Christian Gottlob Neefe die Stellung als Hoforganist in Bonn und erteilte Ludwig van Beethoven Klavier- und Kompositionsunterricht. Auf ihn geht auch die Veröffentlichung der ersten Kompositionen seines jungen Schülers zurück und 1784 schätzte Neefe ihn als 'zweyten Wolfgang Amadeus Mozart' ein.

Die finanzielle Situation im Hause Beethoven war nicht immer die beste und so ermöglichte die Förderung des jungen Ludwig am Hofe dessen Schulung und Ausbildung. Mit 12 Jahren wurde er Stellvertreter des Hoforganisten und zwei Jahre später erhielt er eine feste Anstellung als Organist. Mit Cembalo und Bratsche war er auch in der Hofkapelle aktiv. Die Förderung durch den Kurfürsten Maximilian Franz ermöglichte die Reise Beethovens nach Wien im Jahre 1786, wo er von Mozart weiter geschult werden sollte.

Vor diesem Hintergrund kann sich die Stadt Bonn durchaus rühmen, zur Entwicklung des genialen Komponisten beigetragen zu haben. Nach dessen Tod in Wien im Jahre 1827 dauerte es allerdings ein paar Jahre, bis der große Sohn der Stadt öffentliche Würdigung erfuhr. Zum 75. Geburtstag Beethovens im Jahre 1845 wurde auf dem Münsterplatz das Beethoven-Denkmal eingeweiht und zu diesem Anlaß fand ein dreitägiges Musikfest statt. Für dieses Fest wurde die erste Beethovenhalle errichtet, nach der Veranstaltung jedoch wieder abgerissen, da die Feuergefahr für die Holzkonstruktion zu groß war.

1889 gründeten zwölf Bürger der Stadt Bonn einen Verein, um das Geburtshaus Beethovens zu erwerben und zur Gedenkstätte auszubauen. Seitdem hat der Verein eine Vielzahl Original-Dokumente und Sammelstücke zusammen getragen und das Beethoven-Haus damit zu einem zentralen Ort als Treffpunkt für Fachleute und Liebhaber der Werke Beethovens gemacht.

Dem Verein Beethovenhaus kommt auch eine zentrale Bedeutung bei der Entwicklung der Beethovenfeste ab 1890 zu. 1931 initiierte die Pianistin Elly Ney die 'volkstümlichen Beethoventage in Bonn' und ab 1934 fanden regelmäßig die Kammermusikfeste des Vereins Beethoven-Haus statt. Diesen Veranstaltungen verdankt Bonn die Stellung als Beethoven-Stadt.

Nach Ende des 2. Weltkriegs übernahm die Stadt Bonn selbst die Trägerschaft regelmäßiger Kammermusiktage. Sie sollten ab 1947 im Wechsel mit dem vom Verein Beethovenhaus ausgerichteten Fest alle 2 Jahre stattfinden. 1959 wurde die neue Beethovenhalle der Nutzung übergeben und in den Folgejahren entwickelte sich das Beethovenfest zu einem Termin, an dem bekannte Komponisten und Künstler ihre Leistungen präsentierten. Dabei geht es nicht nur um Aufführungen von Werken Ludwig van Beethovens sondern auch um die Gegenüberstellung mit zeigenössischen Werken und um thematische Leitlinien, die sich aus dem Leben Beethovens und aus seinem Werk ergeben.

Zum Beethovenfest in Bonn vom 04.09.- 04.10.2015 laden wir Kunden von ix-tours Studienreisen herzlich ein. Besuchen Sie mit uns eines der ausgezeichneten Konzerte, besuchen Sie das Geburtshaus Ludwig van Beethovens in der Bonngasse und trinken Sie mit uns in gemütlicher Runde ein Glas 'Bönnsche' Wenn Sie noch nicht Kunde bei ix-tours Studienreisen sind erhalten Sie das Wochenende zum günstigen Preis und können sich diesen später auf die Buchung einer Gruppenreise anrechnen lassen.

Für eine Gruppenreise zum Beethovenfest haben sie eine große Auswahl an ergänzendem Rahmenprogramm. Erkunden Sie die Weinregion und probieren sie die Erzeugnisse der heimischen Winzer, besuchen sie das Museum Ludwig und das Haus der Geschichte oder statten sie dem 'Kanzlerbungalow' einen Besuch ab. Das Programmangebot in der Region ist abwechslungsreich und interessant.