Dienstag, 16. Januar 2018

Unser Städtetrip nach Amsterdam


Wir - das Kolleg der Vienna Business School Hamerlingplatz, Wien

Reisebericht zur Projektwoche Amsterdam vom 18.-23.10.2017
Mit Dank an die Autoren Larissa Hadjiivanonv und Christina Langthaler

Am Mittwoch, den 18.10.17 ging unser Abenteuer los, zwar noch etwas verschlafen und müde, da wir uns schon um 5:00 morgens am Flughafen getroffen haben, jedoch in Amsterdam angekommen verflog unsere Müdigkeit sofort und verwandelte sich in Euphorie und Neugierde. Kurz Energie getankt in unserem Hotel „Meininger“ ging das Programm auch schon los.

Die ersten Eindrücke prasselten auf uns ein und wir erkannten schnell, dass wir sehr großes Gefallen an dieser Stadt
ix-tours Klassenfahrt Amsterdam
Van Gogh Museum Amsterdam
gefunden hatten. Tagsüber Shoppen und Sightseeing, abends die nie zu schlafen scheinende Stadt zu erleben. Nicht nur das Nachtleben hat uns verzaubert, sondern auch die einstündige Bootsfahrt auf den verschiedenen Grachten. Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch des Van-Gogh-Museums. Die ausgestellten Bilder waren nicht nur schön anzusehen, sondern jedes einzelne Kunstwerk erzählte auch eine Geschichte über Vincent Van Goghs Leben.

Des Weiteren besuchten wir auch das NEMO (Wissenschaftsmuseum am Wasser) und das Schifffahrtsmuseum, das aufgrund seiner außergewöhnlichen Architektur ein „must see“ in Amsterdam ist. Im Vondelpark, ein riesiger Park mit Freilufttheater, haben wir die grüne Seite der Stadt entdeckt und auch Zeit für eine kleine Entenfütterung gefunden. Am Programm stand zudem ein Flohmarktbesuch, die food Hallen und auch der Königspalast war eine Besichtigung wert. Die Amsterdam Zentral Station ist der Mittelpunkt aller Öffentlichen Verkehrsmittel, hier treffen Bus, Straßenbahn, Zug und U-Bahn zusammen, daher war dies auch, so gut wie immer, unser Haupttreffpunkt.
Ein weiterer Programmpunkt war das Anne-Frank-Haus, ein Gebäude an der Prinsengracht. Mit der Fähre haben wir dann die Nord Seite Amsterdams erkundet. Lediglich fünf Minuten hat es gedauert um auf die andere Seite zu gelangen, mit einer Fähre, vollbeladen mit Radfahrer, Mopedfahrer und Touristen. Auf dieser Seite der Stadt wartete das Filmmuseum auf uns, auf dessen Dachterrasse wir die letzten Sonnenstrahlen eingefangen haben. Was bei einem Amsterdam Trip auf keinen Fall fehlen darf, ist ein Abstecher in das berühmte und berüchtigte Rotlicht-Viertel. Die Stadt versprüht am Abend ein ganz eigenes Flair und bietet allerlei Clubs, Bars und Lounges für Nachtschwärmer. 

ix-tours Klassenfahrt Amsterdam
I amsterdam
Als Abschluss unserer Reise verbrachten wir ein gemütliches Abendessen in der „Bierfabriek“, in dem es unter anderem Tradition ist, die Schalen der Erdnüsse auf den Boden fallen zu lassen.

Amsterdam ist mit seinen wunderschönen Sehenswürdigkeiten und der Architektur und vorallem seiner Mentalität, eine sehr sehenswerte Stadt in der es sehr viel tolles und interessantes zu erkunden gibt.

[Ihre eigene Klassenfahrt nach Amsterdam können Sie hier anfragen]






Donnerstag, 4. Januar 2018

‚Loving Vincent’ - der Betrachter bleibt überwältigt zurück



'Vincent Van Gogh war von jedem Detail des Lebens um ihn herum begeistert.'  Mit diesem Satz beschreibt eine Bewunderin den Ausnahmekünstler in ‚Loving Vincent‘ und fasst damit die Persönlichkeit des Mannes zusammen, der sich autodidaktisch in weniger als 10 Jahren zu einem der großen Maler der Geschichte entwickelte. Er verstand es, gefühlte Momentaufnahmen auf die Leinwand zu bringen und damit für die Nachwelt festzuhalten.

Die Gestaltung des Films aus Tausenden von Adaptionen seiner Werke ist einzigartig und gewaltig in der Wirkung für den Betrachter. Bekannte Porträts seiner Zeitgenossen werden lebendig und farbintensive Landschaften erwachen zum Leben.

Die Handlung widmet sich der Frage, die bei jedem offen bleibt, der sich mit dem Leben van Goghs beschäftigt. Hat er sich tatsächlich selbst das Leben genommen? Was könnte der Grund und Anlass gewesen sein? Waren andere beteiligt oder wurde er gar von jemandem getötet? Der Film gibt keine Antwort aber auf der Suche nach dem Empfänger des letzten Briefes van Goghs erfährt Armand Roulin in Gesprächen immer mehr über die Umstände der Tat und mit Rückblicken in sein Leben und durch die Äußerungen von Menschen, die ihm nahe standen wächst seine Wertschätzung für den Mann, der verachtet und gemieden, von anderen aber geschätzt und bewundert wurde.

Der Film gibt interessante Einblicke in das Leben van Goghs. Zum Ende bleibt der Betrachter überwältigt von deren Empfindungen dieses Menschen und dem Ausdruck seiner Werke zurück. Ein absolut sehenswertes Kunstprojekt.

Lernen Sie Van Gogh noch besser verstehen auf einer Studienreise 'Vincent van Gogh' durch seine Heimat Brabant mit Führungen, Museumsbesuchen und Spaziergängen zu den Motiven seiner ersten Werke.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Jane Austen House & Museum - immer wieder faszinierend

Die ältere Dame ist auf einem Stuhl in der Ecke des 'Family Room' im ersten Stock des 'Jane Austen House & Museum' in ein Buch vertieft, blickt die eintretenden Besucher freundlich an und hält sich bereit, um Fragen zu beantworten. Diese zurückhaltend Hilfsbereitschaft ist im ehemaligen Wohnhaus der bekannten englischen Novellistin sehr angenehm.

Tapetenreplik im Jane Austen House & Museum
Nachdem wir die Dekoration und Einrichtung betrachtet und die Beschreibungen gelesen haben fällt uns die Staffelei in der hinteren Ecke auf. Hier wird kein Bild sondern ein Tapetenmuster präsentiert, dass dem Muster an den Wänden ähnelt. Blaue und weisse Streifen kreuzen sich wie in einem breit angelegten Webmuster und in jedem der dadurch entstehenden Zwischenräume ist eine weisse Rose mit Stiel und Blättern eingefügt. Im Unterschied zu dem Muster auf der Staffelei fehlt die Blüte im Muster an den Wänden.

Wir wenden uns jetzt an die freundliche Dame und erhalten die Hintergründe zu dieser Neuerung im Jane Austen House & Museum erläutert. Sie verweist auf verblasste Fragmente von Tapete in der Fensterlaibung neben der Staffelei und bei genauem Hinsehen ist das gleiche Muster wie an der Wand zu erkennen.

Die Fragmente an Tapete werden in die Regency-Zeit datiert als das Haus von Jane Austen bewohnt wurde. Daraufhin wurde die Firma Hamilton Weston Wallpapers mit der Rekonstruktion des Musters und der Erstellung eines Replikats beauftragt. Die Firma ist Spezialist für historische Tapeten und verwendet das Handblockdruckverfahren, wie es auch im 19. Jahrhundert verwendet wurde. Nachforschungen des Architekturhistorikers Robert Weston ergaben, dass auf dem Design im Jane Austen House tatsächlich der Stiel einer Rose dargestellt ist, es fehlt jedoch die Blüte. Zudem ist die Tapete kopfüber aufgehangen.

Robert Weston vertritt daher die nachvollziehbare Theorie dass die von der Familie Austen erworbene Tapete ein Fehldruck (vielleicht eines Lehrlings) gewesen ist, die als '2. Wahl' günstiger verkauft wurde. Tapeten waren im 18. Jahrhundert sehr teuer und wurden zusätzlich besteuert. Die Tapeten wären demnach ein weiteres Zeugnis der begrenzten Mittel von der drei Damen nach Tod des Vaters.

Der Family Room im ersten Geschoss des Jane Austen House ist seit Anfang des Jahres 2017 wieder mit der Tapete im Originalmuster ausgestattet, ebenso der 'Drawing Room' im Erdgeschoß. Das Muster auf der Staffelei ist das Originalmotiv wie es damals eigentlich hergestellt wurde.

Das Muster ist heute wieder erhältlich - zum Preis von stolzen 300 Pfund pro Rolle.

Für Liebhaber der Werke von Jane Austen lohnt sich der Besuch des Museums immer wieder. Es ist ein Erlebnis, in den Räumen zu verweilen, in denen Jane Austen ihre Hauptwerke geschrieben oder fertig gestellt hat. Und ebenso wie die freundliche Dame im ersten Stock wartet im 'Drawing Room' ein ebenso freundlicher und hilsbereiter Herr darauf, den Besuchern die Schätze des Museums näher zu bringen.

Entdecken Sie die Welt von Jane Austen auf einer Studienreise nach England - im Mai 2018 findet z. B. eine Fahrt ab Köln statt.