Dienstag, 10. Juli 2018

Reiseblogger Interview mit Yvonne von yvonnes-reiseblog.de

Yvonne gibt uns unter yvonnes-reiseblog.de einen Einblick in die Kunst des Alleinreisens. Exotische Länder. Pulsierende Metropolen. Landschaftliche Schönheit. Kulturelle Begegnungen.

11 Fragen – 11 Antworten

1. Erst einmal die Fakten: Wie heißt Du, wie lang bloggst Du schon auf yvonnes-reiseblog.de?
Meine ersten Blogerfahrungen habe ich 2009 gesammelt, damals waren es  noch Berichte über meine Freuden und Nöte beim Lauftraining. yvonnes-reiseblog.de gibt es seit 2015 – entstanden aus dem Tagebuch über meine Ayurveda-Kur in Sri Lanka.

2. Was zeichnet yvonnes-reiseblog.de aus, was unterscheidet ihn von anderen? Was liegt Dir an Deinem Reiseblog besonders am Herzen?
Seit 2013 habe ich die „Kunst des Alleinreisens“ für mich entdeckt. Sehr oft werde ich gefragt, ob ich keine Angst habe, als Frau allein unterwegs zu sein, was ich immer wieder entschieden verneine. Durch meine positive Einstellung und mein Urvertrauen bin ich bisher in sehr wenige schwierige Situationen geraten und auch diese waren gut lösbar. Andererseits: was würde ich alles versäumen, wenn mich Ängste bremsen würden? Deswegen möchte ich gern „Mutmacherin“ für andere sein, die das Alleinreisen immer schon einmal ausprobieren wollten und sich bisher noch nicht getraut haben.

3. Wie und aus welcher Motivation heraus bist Du zum Bloggen gekommen?
Schon seit meiner Kindheit schreibe ich sehr gern und so war es für mich eine wunderbare Möglichkeit, meine Reiserlebnisse zu teilen und andere auf meinen Reisen virtuell mitzunehmen. Außerdem ist es auch eine Art Tagebuch für mich, um mich an die vielen inspirierenden Momente unterwegs zu erinnern. Der Blog meiner viermonatigen Weltreise dient mir gerade als gute Grundlage, mein erstes Buch zu schreiben.

4. Was war Dein „Best Travel Moment“?
2016 bin ich den portugiesischen Jakobsweg, dem „Camino portugues“ von  Porto bis nach Finisterre, ans sogenannte „Ende der Welt“ gelaufen. Die Ankunft dort war für mich viel intensiver als drei Tage vorher, nach Santiago de Compostela zu kommen. Mir gibt das Meer soviel Kraft und Energie.

5. New York, Tasmanien, Thailand, Israel - Deine Liste ist lang. Gibt es denn einen Ort an den es Dich immer wieder hinzieht?
Gar nicht so einfach zu beantworten. Spontan fällt mir New York ein, weil  ich mich dort so lebendig fühle

6. Einer Deiner Reisebericht führt den Leser nach Mallorca. Was sind Deine Top 3 Tipps für Mallorca?
1) Unbedingt unter dem grünen Blätterdach des Passeig de Born in die Altstadt von Palma schlendern und das entspannte Lebensgefühl genießen.
2) Sich über den bunten Wochenmarkt von Santanyi treiben lassen, um dort verführt zu werden von Kunsthandwerk, Schmuck, leckeren Marmeladen und allem, was das Herz begehrt.
3) Abends in Cala Figuera auf einer der Terrassen hoch über dem Meer sitzen und den spektakulären Sonnenuntergang betrachten

7. Welches Ziel steht noch ganz oben auf Deiner Travel Bucketlist?
Peru mit seiner beeindruckenden Kultur und Architektur. Ich habe kürzlich „Die Prophezeiungen von Celestine“ gelesen und möchte all die dort beschriebenen Orte mit eigenen Augen sehen.

8. Wie recherchierst Du Deine Reiseziele? Sind Meinungen von anderen Reisenden für Dich ausschlaggebend, lässt Du Dich gern überraschen, wie bzw. was planst Du, was nicht?
Oft ist es tatsächlich so, dass ich mich von Büchern inspirieren lasse, so bin ich nach Hawaii geflogen, nachdem ich John Streleckys „Wiedersehen im Cafe am Rande der Welt gelesen“ hatte, das mich sehr beeindruckte.
Bei meiner viermonatigen Weltreise standen nur der Beginn in Sri Lanka und der Rückweg mit dem Frachtschiff von North Carolina nach Antwerpen fest. Ich hatte einen groben Fahrplan im Kopf und habe mich dann aber doch treiben lassen. Für mich eine völlig neue Erfahrung, die meine Reise sehr bereichert hat.
Unterwegs lese ich eher Blogs von anderen, statt mich auf den Reiseführer zu verlassen. Die Tipps sind viel individueller und entsprechen mir mehr.

9. Worin besteht für Dich die größte Inspiration beim Reisen?
Kraft- und Energieorte für mich zu finden. Das können ganz unterschiedliche sein, auf meiner letzten Reise war es die Energie vom Ayers Rock in Australien oder die pulsierende Stadt Sydney. Ganz oft ist es das Meer – wie das Cape Reinga in Neuseeland, wo der Pazifik und die Tasmanische See aufeinandertreffen.

10. Unterwegs macht man die spannendsten Bekanntschaften und trifft Menschen, die einen ganz besonders berühren. Wo und wie hast Du die interessantesten Bekanntschaften gemacht?
Die tiefsten Begegnungen hatte ich auf dem Jakobsweg. Allein losgewandert , hatte ich zunächst Angst, dass es ein Schweigeretreat für mich werden würde. Doch schon auf dem Flughafen hatte ich die ersten Bekanntschaften, die ich unterwegs immer wieder getroffen  habe. In Erinnerung ist mir vor allem Miguel aus Peru geblieben, der mit über 70 Jahren auf dem Weg unterwegs war und von dem ich viel gelernt habe. Tatsächlich haben wir uns im Jahr darauf in Boston wiedergesehen.

11. Und zu guter Letzt : Nenne mir drei gute Gründe, warum ich sofort auf Deinen Blog schauen sollte!
Weil ich dich verführe, dich auf deine nächste Reise zu begeben.
Weil ich authentisch und unverfälscht meine Emotionen mit dir teile und nicht zuletzt, weil mein Bericht über meine Atlantiküberquerung mit einem Frachtschiff wirklich spannend ist

Noch eine kleine Speed-Question Runde


Koffer oder Rucksack?  - immer mehr Rucksack
Meer oder Berge? – unbedingt Meer
Hotel oder Privatunterkunft? – seit neuestem sehr gern AirBnB
Alleine oder in Begleitung? – derzeit noch allein

Vielen Dank, liebe Yvonne, für das interessante Interview!

Als Frau allein unterwegs: Yvonne entführt uns in ihrem Reiseblog yvonnes-reiseblog.de in die Metropolen der Welt, London, New York, San Francisco. Sie reiste mit uns durch Thailand, verweilt im paradiesischen Hawaii, wanderte mit uns auf dem portugiesischen Jakobsweg von Porto bis an die spanische Küste und überquert mit uns in einem Frachtschiff den Atlantik. Einfach die Koffer packen und als Frau allein die Welt erkunden?- das erfordert Mut, mögliche Ausweichstrategien und ein wenig Planung.

Nach 130 Tagen, mehr als 60.000 Kilometer mit Zug, Bus, Auto, Fähre, Tuk Tuk, Longboat und  Eselkarren nimmt uns Yvonne mit auf ihre faszinierende Reise mit dem Frachtschiff. Willkommen an Bord der Inpedendent! 6000 Kilometer – die Stille des Meeres, die Eigenheiten einer Schiffscrew und die eigenen Gedanken. Intensiv. Spontan. Authentisch. Yvonne inspiriert Frauen dazu das Abenteuer allein reisen zu wagen!



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