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Donnerstag, 26. März 2015

Namensänderung bei Flugreisen

Stellen Sie sich vor, Sie planen eine Flugreise gemeinsam mit ein paar Freunden. Sie buchen einen gemeinsamen Flug für alle sechs Teilnehmer, ein Hotel und suchen interessante Programme heraus.

Ein bis zwei Wochen vor Reiseantritt erkrankt der Vater eines Teilnehmers schwer und muss im Krankenhaus behandelt werden. Unter diesen Umständen will ihr Freund nicht verreisen und sagt die Teilnahme daher ab. Alles kein Problem - ein anderer Freund springt gerne ein.

Nun mag man vermuten, im digitalen Zeitalter sei das kein Problem. Die Eingabe der Namen auf der Airline-Website haben Sie selbst vorgenommen, sie haben eine Buchungsnummer erhalten und sich für die Buchung auf der Website mit email-Adresse und Passwort angemeldet. Tickets wurden auch nicht ausgestellt, für den Checkin wird nur noch die Buchungsnummer benötigt. Da kann es doch kein Problem sein, eine Woche vor dem Flug auf der Website einen Namen auszutauschen. Für die Fluggesellschaft ist es doch unwichtig, ob Franz Meier oder Egon Müller auf dem Platz sitzen.

Weit gefehlt! Für die Airlines ist das ein grosses Problem - oder wird zumindest dazu gemacht. In strenger Auslegung der Vertragsgestaltung sieht sie nur ein Storno des alten Beförderungsvertrags und den Abschluss eines neuen vor. Da die Preise für einen Flug mit steigender Auslastung ansteigen, kann sich der Preis für die 'Änderung eines Namen' auf das Doppelte oder Dreifache erhöhen. In oben genanntem Fall aus der Praxis steigt der Preis für das Flugticket durch die Änderung von 350 auf 1150 € - für den Austausch einer kleinen Buchstabenfolge. Ein gutes Geschäft, bei dem sich die Airline die Hände reibt. Null Aufwand - dreifacher Erlös.

Ach ja - die Gruppe ist dann nur mit 5 Personen geflogen und den Preis für den Teilnehmer mit dem kranken Vater hat die Reiserücktrittskostenversicherung bezahlt. Die nachweislich nicht angefallenen Flughafengebühren hat die Airline erstattet (55 € ) und die Fluggesellschaft hat den Preis für den leeren Platz kassiert.

Freitag, 11. November 2011

Lufthansa unter Druck

Die Konkurrenz der Billigflieger setzt dem deutschen Kranich wohl mehr zu, als den Verantwortlichen der Lufthansa lieb ist.

Europa-Flüge soll es bereits ab 49 € einfache Strecke geben. Das liegt zwar über dem "ab" Preis der Billigflieger, beinhaltet aber ein anderes Service-Verständnis - im Moment zumindest noch. Negativ wie der Mensch ist, habe ich mir zunächst gedacht, das wird nur auf Strecken zutreffen, die fast niemand braucht. Z. B. abends 22 h Hin, morgens 6 h zurück. Ein Test auf der Website hat mich eines Besseren belehrt. Ein Flug von Berlin nach Paris ist tatsächlich Dienstag Morgens hin und abends zurück zu haben zum Preis von 98,50 €. Der Rückflug ist allerdings zu diesem Preis erst am folgenden Montag möglich und online nur für max. 6 Personen zu buchen. Wie sich der Gruppenpreis entwickelt ist nur zu ahnen. Steigt er im Verhältnis zum Grundpreis, ist das für kleine Gruppen jedenfalls durchaus eine Erwägung wert.

Nur wie ist das plötzlich möglich? Das verrät eine andere Pressemeldung. Das neu einzustellende Kabinenpersonal wird über einen Personaldienstleister beschäftigt - mit dem Ziel, an den Personalkosten 20 % zu sparen. Die Billigflieger lassen grüssen.