Die tragischen Ereignisse der vergangenen Tage haben uns unangenehme Wahrheiten ins Bewußtsein zurückgerufen. Auch in unserer westlichen Gesellschaft mit hohen Sicherheitsstandards bestehen Gefahren, die wir durch Gesetze und staatliche Gewalt nicht vollständig kontrollieren können. Und das macht uns Angst.
Mit den aktuellen Bildern vor Augen werden Reisepläne in die Metropolen Europas sehr viel kritischer gesehen und geplante Reisen auf den Prüfstand gestellt. Wie sind die rechtlichen Möglichkeiten, den Ängsten von Teilnehmern, Eltern und Aufsichtspersonen gerecht zu werden?
In § 651 j BGB ist ein Sonderkündigungsrecht für bereits gebuchte und/oder angetretene Reisen geregelt. Massgeblich ist, dass "die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt" wird. Das kann in der aktuell diskutierten Situation zutreffen, wenn die Reise durch die Vorfälle unmittelbar betroffen wäre.
Bei einer Reise nach Paris am vergangenen Wochenende kann man die Anwendung des Sonderkündigungsrechts annehmen, schwieriger wird es jedoch bei Reisen in andere Zielgebiete, die nicht direkt betroffen sind. Eine Reise in die ebenfalls in Frankreich gelegene Provence oder in eine der evtl. als nächstes Terrorziel geplante Metropole mag ähnliche Ängste hervorrufen, vom Sonderkündigungsrecht ist sie jedoch nicht betroffen, sofern nicht weitere Umstände vorliegen.
Für Reisen, die erst für das nächste Jahr gebucht wurden, ist die Abschätzung der Gefährdung heute nicht möglich. Wer weiss schon heute, ob und in welcher Region im kommenden Jahr Terror oder Unruhen auftreten werden.
Die rechtliche Situation hilft natürlich nur bedingt in der Diskussion mit besorgten Teilnehmern oder sogar Eltern. Hier ist es sinnvoll, wenn sich der Gruppenleiter mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzt und die Möglchkeiten einer Änderung, Umbuchung oder ggf. auch Kündigung der Reise bespricht. Auch als Veranstalter beobachten wir die Entwicklungen mit Sorge und nehmen auch die Ängste unserer Reiseteilnehmer ernst.
Ein Fall für die Rücktrittskostenversicherung sind Rücktritte wegen Beeinträchtigung durch höherer Gewalt nicht. Wer eine Reise aus Angst vor möglicher Gefährdung absagt, dem werden die finanziellen Folgen nicht erspart bleiben. Es lohnt sich jedoch, frühzeitig in den Dialog mit dem Veranstalter zu treten, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.
Klassenfahrten und Kulturreisen mit Bildungsanspruch sind unser tägliches Geschäft. Den Besonderheiten dieser Reiseform tragen wir mit diesem Blog Rechnung, um Informationen und Neuerungen zu publizieren. Kommentare sind erwünscht! #ixtours #lernenerleben
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Mittwoch, 18. November 2015
Montag, 16. Februar 2015
Kostenlose Programme für Klassenfahrten nach Paris
Paris gehört zu den beliebtesten Reisezielen für Städtereisen und ist auch für Klassenfahrten einer der Top-Favoriten. Dafür gibt es gute Gründe. Die Stadt an der Seine hat eine interessante Geschichte und einen ganz besonderen Charme. Französisches Essen ist sprichwörtlich und eine Reise in das Zentrum der Grand Nation ist für Französisch-Schüler ein Muß.
In der Marktwirtschaft hat die Beliebtheit des Reiseziels auch eine Schattenseite. Die Preise für Unterkünfte in Paris zählen nicht zu den günstigen in Europa.. Zudem ist genau darauf zu achten, wo man unterkommt. Böse Überraschungen sind sonst nicht ausgeschlossen. Letzters läßt sich mit einem guten Reiseberater, der die Häuser, die er anbietet auch kennt, vermeiden. Am Preis für ein gutes Haus ändert das jedoch nichts.
Mit guter Planung und Kenntnissend des Reiseziels läßt sich das Reisebudget auch bei einer Klassenfahrt oder Jugendreise nach Paris durchaus entlasten. Für Schüler im Alter bis 25 Jahren, die eine Schule in einem EU-Land besuchen, gibt es nicht nur die für Schüler üblichen Ermässigungen - in staatlichen Museen ist der Eintritt kostenlos!
Dazu gehört auch das in Paris wohl bekannteste Museum - das Musée du Louvre. Vor Kurzem habe ich in einem Blog für Schülerreisen gelesen, den Besuch könne man sich sparen. Dem widerspreche ich ausdrücklich! Tatsächlich ist die Mona Lisa enttäuschend klein und je nach Besucherandrang kann man nur einen kurzen Blick darauf werfen. Dieses Gemälde, wenn auch aussergewöhnlich berühmt, macht jedoch bei weitem nicht den Louvre aus. Der Louvre an sich als Palast ist schon sehenswert und als (flächenmäßig) drittgrößtes Museum der Welt enthält die Kollektion neben beeindruckenden Gemälden auch eine umfangreiche Antikensammlung.
Das Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou oder 'Centre Pompidou' ist ein starker Kontrast zur verspielten Architektur des Louvre. Mit seinen in verschiedenen Farben lackierten Versorgungsleitungen an der Aussenfassade wirkt es wie eine bunte Fabrik. Ziel der Einrichtung ist, allen Gesellschaftsschichten freien Zugang zu Wissen zu ermöglichen. Neben dem Musée National d’Art Moderne (Museum für moderne Kunst) mit Werken aus dem 20. Jahrhundert enthält es auch eine umfangreiche Bibliothek, das Zentrum für Industrie-Design sowie Kino- und Theatersäle.
Im Musée Picasso sind etwa 300 Werke des Künstlers zu sehen, die aus nahezu allen Perioden seines Lebens stammen. Der Besucher erhält damit eine gute Übersicht über das Werke Pablo Picassos. Zur Sammlung gehören auch Gemälde anderer Künstler wie Cézanne, Míro und Matisse, die im Besitz Picassos waren und von seinen Erben der staatlichen Sammlung überlassen wurden - als Ersatz für die Erbschaftssteuer.
Neben diesen drei Beispielen ist der Eintritt für EU-Schüler frei in ca. 20 weiteren Museen, z. B. dem Museum über die Geschichte der Immigration, dem Musée d’Orsay, Museum der Kunst und der Geschichte des Judaismus und vielen weiteren mehr.
Auch der Eintritt in einige Sehenswürdigkeiten ist für Schüler frei. Vom Arc de Triomphe aren us zum Beispiel hat man ein einzigarties Panorama über die Stadt mit ihren 12 berühmten Alleen. Dazu sind die Inschriften und Symbole am Triumphbogen ein interessantes Studienobjekt. Auch die verschwenderische Pracht des Château de Versailles vor den Toren Paris können Schüler kostenlos auf sich wirken lassen und in der Notre-Dame de Paris werden für Schülergruppen zusätzlich zum kostenlosen Eintritt auch Führungen angeboten.
In der Marktwirtschaft hat die Beliebtheit des Reiseziels auch eine Schattenseite. Die Preise für Unterkünfte in Paris zählen nicht zu den günstigen in Europa.. Zudem ist genau darauf zu achten, wo man unterkommt. Böse Überraschungen sind sonst nicht ausgeschlossen. Letzters läßt sich mit einem guten Reiseberater, der die Häuser, die er anbietet auch kennt, vermeiden. Am Preis für ein gutes Haus ändert das jedoch nichts.
Mit guter Planung und Kenntnissend des Reiseziels läßt sich das Reisebudget auch bei einer Klassenfahrt oder Jugendreise nach Paris durchaus entlasten. Für Schüler im Alter bis 25 Jahren, die eine Schule in einem EU-Land besuchen, gibt es nicht nur die für Schüler üblichen Ermässigungen - in staatlichen Museen ist der Eintritt kostenlos!
Dazu gehört auch das in Paris wohl bekannteste Museum - das Musée du Louvre. Vor Kurzem habe ich in einem Blog für Schülerreisen gelesen, den Besuch könne man sich sparen. Dem widerspreche ich ausdrücklich! Tatsächlich ist die Mona Lisa enttäuschend klein und je nach Besucherandrang kann man nur einen kurzen Blick darauf werfen. Dieses Gemälde, wenn auch aussergewöhnlich berühmt, macht jedoch bei weitem nicht den Louvre aus. Der Louvre an sich als Palast ist schon sehenswert und als (flächenmäßig) drittgrößtes Museum der Welt enthält die Kollektion neben beeindruckenden Gemälden auch eine umfangreiche Antikensammlung.
Das Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou oder 'Centre Pompidou' ist ein starker Kontrast zur verspielten Architektur des Louvre. Mit seinen in verschiedenen Farben lackierten Versorgungsleitungen an der Aussenfassade wirkt es wie eine bunte Fabrik. Ziel der Einrichtung ist, allen Gesellschaftsschichten freien Zugang zu Wissen zu ermöglichen. Neben dem Musée National d’Art Moderne (Museum für moderne Kunst) mit Werken aus dem 20. Jahrhundert enthält es auch eine umfangreiche Bibliothek, das Zentrum für Industrie-Design sowie Kino- und Theatersäle.
Im Musée Picasso sind etwa 300 Werke des Künstlers zu sehen, die aus nahezu allen Perioden seines Lebens stammen. Der Besucher erhält damit eine gute Übersicht über das Werke Pablo Picassos. Zur Sammlung gehören auch Gemälde anderer Künstler wie Cézanne, Míro und Matisse, die im Besitz Picassos waren und von seinen Erben der staatlichen Sammlung überlassen wurden - als Ersatz für die Erbschaftssteuer.
Neben diesen drei Beispielen ist der Eintritt für EU-Schüler frei in ca. 20 weiteren Museen, z. B. dem Museum über die Geschichte der Immigration, dem Musée d’Orsay, Museum der Kunst und der Geschichte des Judaismus und vielen weiteren mehr.
Auch der Eintritt in einige Sehenswürdigkeiten ist für Schüler frei. Vom Arc de Triomphe aren us zum Beispiel hat man ein einzigarties Panorama über die Stadt mit ihren 12 berühmten Alleen. Dazu sind die Inschriften und Symbole am Triumphbogen ein interessantes Studienobjekt. Auch die verschwenderische Pracht des Château de Versailles vor den Toren Paris können Schüler kostenlos auf sich wirken lassen und in der Notre-Dame de Paris werden für Schülergruppen zusätzlich zum kostenlosen Eintritt auch Führungen angeboten.
Dienstag, 20. Mai 2014
London oder Paris ?
Diese Woche haben wir eine Klassenfahrt oder Jugendreise nach London als Wochenangebot herausgestellt. Anlass war die Meldung der vergangenen Woche, dass London jetzt offiziell als das beliebteste Reiseziel weltweit aufgeführt ist. Nach einem Bericht in der Welt vom 09.05.14 'zeigen aktuelle Zahlen aus Großbritannien ..., dass London mit seinen 16,8 Millionen Gästen vor Bangkok (15,9 Millionen), Paris (13,9 Millionen) und New York (11,5 Millionen) liegt.'
Das konnte der in der Auflistung genannte europäische Mitbewerber um den Titel natürlich nicht stehen lassen. Am 14.05.14 berichtete die gleiche Zeitung über die neuesten Zahlen aus Paris, mit denen die französische Hauptstadt den Titel für sich beansprucht. Dabei wird deutlich, dass eine objektive Titelvergabe ausserordentlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich ist.
Ist das überhaupt notwendig? Beide Metropolen sind beliebte Urlaubsziele und ich würde behaupten, sie sind nicht austauschbar. Wer dieses Jahr nach London fahren möchte, wird Paris nicht als gleichwertige Alternative sehen und umgekehrt. Es wäre auch sehr bedauerlich, wenn die Reiseziele so austauschbar wären.
London ist für eine Gruppenreise ein sehr interessantes Ziel und es gibt vieles, was in anderen Ländern nicht in dieser Art zu sehen ist. Zum Beispiel eine große Anzahl hochwertiger Musical-Produktionen, der britische Adel und die Monarchie mit ihren Zeugnissen, Pubs und Sehenswürdigkeiten, in denen sich die Geschichte Englands als Weltmacht spiegelt. Das Britische Museen gehört zu den besten weltweit - das kann man aber auch mit gutem Recht vom Louvre in Paris behaupten.
Bei einer Gruppenreise nach Paris denke ich an an französische Küche, eine von Freiheit und Bürgertum geprägte Geschichte, bildende Künste und eine von Herz geprägte Lebenseinstellung.
Besuchen sie am besten beides - beide Städte sind auf ihre Art reizvoll und sehenswert. Lassen sie sich von den Besonderheiten treiben und tauchen sie ein in die von der jeweiligen Geschichte geprägte Lebensweise und Kultur.
Das konnte der in der Auflistung genannte europäische Mitbewerber um den Titel natürlich nicht stehen lassen. Am 14.05.14 berichtete die gleiche Zeitung über die neuesten Zahlen aus Paris, mit denen die französische Hauptstadt den Titel für sich beansprucht. Dabei wird deutlich, dass eine objektive Titelvergabe ausserordentlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich ist.
Ist das überhaupt notwendig? Beide Metropolen sind beliebte Urlaubsziele und ich würde behaupten, sie sind nicht austauschbar. Wer dieses Jahr nach London fahren möchte, wird Paris nicht als gleichwertige Alternative sehen und umgekehrt. Es wäre auch sehr bedauerlich, wenn die Reiseziele so austauschbar wären.
London ist für eine Gruppenreise ein sehr interessantes Ziel und es gibt vieles, was in anderen Ländern nicht in dieser Art zu sehen ist. Zum Beispiel eine große Anzahl hochwertiger Musical-Produktionen, der britische Adel und die Monarchie mit ihren Zeugnissen, Pubs und Sehenswürdigkeiten, in denen sich die Geschichte Englands als Weltmacht spiegelt. Das Britische Museen gehört zu den besten weltweit - das kann man aber auch mit gutem Recht vom Louvre in Paris behaupten.
Bei einer Gruppenreise nach Paris denke ich an an französische Küche, eine von Freiheit und Bürgertum geprägte Geschichte, bildende Künste und eine von Herz geprägte Lebenseinstellung.
Besuchen sie am besten beides - beide Städte sind auf ihre Art reizvoll und sehenswert. Lassen sie sich von den Besonderheiten treiben und tauchen sie ein in die von der jeweiligen Geschichte geprägte Lebensweise und Kultur.
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