Pünktlich zum Start der Internationalen Tourismus Börse in Berlin wird seit ein paar Tagen in der Presse der Begriff 'Overtourism' thematisiert. Gemeint sind Touristen, die sich in Massen an bekannten Sehenswürdigkeiten tummeln. Dabei geht es nicht um Gäste, die sich in Reisezielen wie Berlin, Barcelona, Paris und anderen nicht wie Gäste benehmen und Einheimische mit rüpelhaftem Benehmen verärgern. Es geht schlicht um die Massen, verstärkt durch den Airbnb-Effekt, dass sich Besucher zunehmend in Wohngebieten tummeln. Diese Auswirkungen werden noch zunehmen wenn zunehmend Gäste aus aufstrebenden Ländern wie in Asien auf Reisen gehen.
Um die Touristenströme zu regulieren werden verschiedene Lösungsansätze vorgeschlagen. In DER WELT wird der Mitbegründer von 'GetYourGuide' mit der Aussage zitiert: „Ein unbeschränkter Gratiszugang, wie er zum Beispiel bei manchen staatlichen Museen geboten ist, fördert demgegenüber natürlich eher Overtourism.“ Als Alternative schlägt er eine 'Steuerung über Preise und Kontingente' vor. Aber sollen Kulturgüter wirklich vor allem den zahlungskräftigen Gästen zugänglich sein?
Zeitlich und zahlenmäßig begrenzten Zugang gibt es bereits an einigen Sehenswürdigkeiten. Für das Anne-Frank-Haus in Amsterdam z. B. kann der Besuch nur für einen begrenzten Zeitraum gebucht werden. Verpasst man den gebuchten Termin, verfällt das Ticket. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass die Räume in dem eng gebauten Gebäude nicht überfüllt sind. Ähnliche Systeme kommen auch bei anderen Museen und Kulturgütern zum Einsatz. Für Kurzentschlossene bleibt da nur eine geringe Chance.
Doch gehen wir der Sache an die Wurzel. Woran liegt es, dass bestimmte Sehenswürdigkeiten und Reiseziele überlaufen sind? Die Antwort ist die gleiche, warum es regelmäßig zum Ferienbeginn Staus gibt - zu viele machen und wollen dasselbe.
Bei Klassenfahrten und Kulturreisen muss nicht die Top-Attraktion des Reiseziels im Vordergrund stehen. Als ich in London vor dem London Eye die Warteschlange gesehen habe, habe ich darauf verzichtet. Ein Ausblick auf London ist auch woanders möglich und im Zweifel auch entbehrlich.
Die Tourismusbranche fördert natürlich den Besuch ihrer Attraktionen. Auch dieses Jahr werden die Tourismusbüros ihr Reiseziel auf der ITB präsentieren und das zeigen, was der Besucher erwartet. Würde der London-Stand mit Modellen des Thames Barrier oder dem Imperial War Museum werben, würden das die Besucher nicht erkennen und nicht würdigen. Dabei sind auch die weniger bekannten Sehenswürdigkeiten würdig zu sehen.
Fangen wir bei uns an. Hinterfragen wir, was wir erleben möchten und wo das zu finden ist. Seien wir offen für Neues und Unbekanntes anstatt die Top5 des Reiseführers abzuarbeiten. Trauen wir uns doch, Gebiete zu entdecken, die nicht international vermarktet sind.
Nehmen wir uns Zeit, die Eindrücke auf uns wirken zu lassen. Im Gewühl von für 'Selfies' posierenden Besuchern und im Spießrutenlauf zwischen einem Heer an 'Selfie-Sticks' läßt sich das Flair von Schloss Neuschwanstein kaum erfassen. Fahren Sie aber einmal abends dorthin und betrachten Sie das Schloss im Mondschein - sie werden erstaunt sein, wie nahe Ihnen König Ludwig im Geiste kommt.
Sehenswürdigkeiten und Museen empfehle ich, nur mit Führung (Audio-Guide oder Live) zu besuchen. Jedem Nicht-Fachmann entgehen sonst zuviele Details und der Eindruck ist ohne diese Informationen lange nicht so nachhaltig. Wir wollen doch nicht nur sagen können, wir haben eine Liste an Terminen abgehakt. Nach einer Kulturreise oder Klassenfahrt sollte man um Eindrücke und Erkenntnisse reicher sein und diese erklären können.
Sie glauben nicht, dass es interessante Alternativen gibt? Fragen Sie mich ruhig :-)
Georg Langbehn ist Verkaufsleiter bei ix-tours Studienreisen und beschäftigt sich vor allem mit Reisen zu den Themen Geschichte, Literatur, Malerei und Architektur
Klassenfahrten und Kulturreisen mit Bildungsanspruch sind unser tägliches Geschäft. Den Besonderheiten dieser Reiseform tragen wir mit diesem Blog Rechnung, um Informationen und Neuerungen zu publizieren. Kommentare sind erwünscht! #ixtours #lernenerleben
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Mittwoch, 7. März 2018
Freitag, 22. April 2016
"Deutschland ist auch schön"
Mit den Worten "Deutschland ist auch schön" wurde kürzlich eine (Auslands-) Klassenfahrt im Planungs-Endstadium abgesagt. Und wer würde der Aussage widersprechen wollen. Selbstverständlich verfügt Deutschland über grosses Potential für interessante und abwechslungsreiche Gruppenreisen - spannende und lehrreiche Programminhalte inklusive.
Hinter der Aussage steckt jedoch mehr. Im genannten Fall war sie mehr ein Trostpflaster für die Enttäuschung der Beteiligten, für die eine Reise ins ferne Ausland 'alternativlos' (Unwort des Jahres 2010 :-) ) war. Vor dem Hintergrund knapper Budgets für die Erstattung der Reisekosten von Begleitpersonen und seltsamer Meinungen über Vorteilsnahme durch Freiplätze ist die Höhe des Reisepreis ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Reiseziel.
Seit November 2015 kommt noch ein weiteres Kriterium hinzu - die Sicherheit. Nach den Anschlägen von Paris und Brüssel ist die Angst vor Fahrten in die Hauptstädte Europas (zumindest vorübergehend) gestiegen. Da erscheint eine ländliche Gegend doch sehr viel sicherer.
Nehmen wir die Überlegungen aber doch als Anlaß, die vorgefaßten Meinungen zu Reisezielen zu hinterfragen. Tatsächlich haben wir in Deutschland und Österreich von Strand bis Gebirge, von Aktiv-Sport bis Wellness alles zur Verfügung. Nun gut, es ist an der Ostsee nicht so warm wie an der Adria und das mediterrane Feeling will sich an der stürmischen Nordseeküste auch nicht so recht einstellen. Vertiefen Sie sich dafür einmal in die Schönheit der Dünenlandschaft und dem starken Grün der Marschlandschaft hinter den Deichen. Erleben Sie die Weite der mecklenburgischen Seen bei einer stundenlangen Kanutour 'in Augenhöhe' mit dem Leben am grünen Ufer. Weite Landstriche in Deutschland kennen viele überhaupt nicht und können sich daher auch nicht vorstellen, dort abwechslungsreiche Reisetage zu verbringen.
Klassenfahrten ins Ausland haben durchaus Berechtigung. Gilt es doch bei den tagesaktuellen Diskussionen und den Kulturen, denen wir täglich in unserem Umfeld begegnen, noch mehr, Wissen und Verstndnis für andere Länder und ihre Gewohnheiten zu entwickeln. Nicht überall in Europa wird Perfektion als das Maß aller Dinge ausgegeben - dafür verwenden Sie mehr Zeit darauf, das Leben zu genießen und Gemeinschaft zu pflegen.
Sollte Ihnen bei der nächsten Planung einer Klassenfahrt nach Blick in die Budgetkasse und in die Augen besorgter Eltern der Satz 'Deutschland ist schön' begegnen - nehmen Sie ihn ernst. Es stimmt - und sie werden ein schnell erreichbares, erschwingliches und interessantes Reiseziel finden.
Weitere Informationen zur Planugn von Klassenfahrten unter www.ix-tours.com
Hinter der Aussage steckt jedoch mehr. Im genannten Fall war sie mehr ein Trostpflaster für die Enttäuschung der Beteiligten, für die eine Reise ins ferne Ausland 'alternativlos' (Unwort des Jahres 2010 :-) ) war. Vor dem Hintergrund knapper Budgets für die Erstattung der Reisekosten von Begleitpersonen und seltsamer Meinungen über Vorteilsnahme durch Freiplätze ist die Höhe des Reisepreis ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Reiseziel.
Seit November 2015 kommt noch ein weiteres Kriterium hinzu - die Sicherheit. Nach den Anschlägen von Paris und Brüssel ist die Angst vor Fahrten in die Hauptstädte Europas (zumindest vorübergehend) gestiegen. Da erscheint eine ländliche Gegend doch sehr viel sicherer.
Nehmen wir die Überlegungen aber doch als Anlaß, die vorgefaßten Meinungen zu Reisezielen zu hinterfragen. Tatsächlich haben wir in Deutschland und Österreich von Strand bis Gebirge, von Aktiv-Sport bis Wellness alles zur Verfügung. Nun gut, es ist an der Ostsee nicht so warm wie an der Adria und das mediterrane Feeling will sich an der stürmischen Nordseeküste auch nicht so recht einstellen. Vertiefen Sie sich dafür einmal in die Schönheit der Dünenlandschaft und dem starken Grün der Marschlandschaft hinter den Deichen. Erleben Sie die Weite der mecklenburgischen Seen bei einer stundenlangen Kanutour 'in Augenhöhe' mit dem Leben am grünen Ufer. Weite Landstriche in Deutschland kennen viele überhaupt nicht und können sich daher auch nicht vorstellen, dort abwechslungsreiche Reisetage zu verbringen.
Klassenfahrten ins Ausland haben durchaus Berechtigung. Gilt es doch bei den tagesaktuellen Diskussionen und den Kulturen, denen wir täglich in unserem Umfeld begegnen, noch mehr, Wissen und Verstndnis für andere Länder und ihre Gewohnheiten zu entwickeln. Nicht überall in Europa wird Perfektion als das Maß aller Dinge ausgegeben - dafür verwenden Sie mehr Zeit darauf, das Leben zu genießen und Gemeinschaft zu pflegen.
Sollte Ihnen bei der nächsten Planung einer Klassenfahrt nach Blick in die Budgetkasse und in die Augen besorgter Eltern der Satz 'Deutschland ist schön' begegnen - nehmen Sie ihn ernst. Es stimmt - und sie werden ein schnell erreichbares, erschwingliches und interessantes Reiseziel finden.
Weitere Informationen zur Planugn von Klassenfahrten unter www.ix-tours.com
Mittwoch, 9. März 2016
#Klassenfahrten nicht mit rein touristischem Hintergrund
Die rot-rot-grüne Landesregierung von Thüringen hat der medialen Darstellung widersprochen, es würden nur noch Klassenfahrten zu bedeutenden Stätten in Thüringen gefördert. Man lege jedoch durchaus Wert darauf, dass die Fahrten einen Bezug zum Lernen und zur Schule hätten. 'Rein touristische' Fahrten müssten ausserhalb der Schulzeit stattfinden.
Gibt es denn Klassenfahrten 'mit rein touristischem Hintergrund'? Abifahrten sind das wohl durchaus auch wenn es hier weniger um Tourismus geht als um Feiern. Bei Klassenfahrten kann man das verneinen, wenn auch die Inhalte der Fahrten nicht immer mit Bezug zum Lernstoff gewählt werden.
Einige unserer Kunden machen das jedoch vorbildlich. Sie wählen Programme, die der Allgemeinbildung dienen oder sogar direkten Bezug zum Unterrichtsstoff haben. Politische Bildung bietet sich hier natürlich an mit Besuchen im Reichstag in Berlin oder in einem der Europaparlamente in Strasbourg, Brüssel, Luxembourg.
Die technischen Museen z. B. in Berlin, Bonn, München, London, Barcelona lassen sich mit guten Führungen auch zu speziellen Themen durchführen, wie sie vorher im Unterricht behandelt wurden. Es gibt Planetarien in vielen Reisezielen und Naturformationen wie die Vulkanlandschaft in der Eifel oder die Nationalparks in Kroatien sind faszinierende Studienfelder. Daneben sind Betriebsbesichtigungen im Bereich soziale Einrichtungen, Automobilproduktion und Bergwerken interessant.
Der Wahl des geeigneten Reiseziels steht jedoch manchmal tatsächlich der Wunsch nach einer touristisch beliebten Region entgegen. Hier empfehle ich, mit den Vorgaben an die Lerninhalte an den Veranstalter heranzutreten - ein guter Reiseberater wird die dafür geeigneten Programme finden.
Weitere Informationen unter http://www.ix-tours.com/DE/jugendreisen/klassenfahrten.aspx
Gibt es denn Klassenfahrten 'mit rein touristischem Hintergrund'? Abifahrten sind das wohl durchaus auch wenn es hier weniger um Tourismus geht als um Feiern. Bei Klassenfahrten kann man das verneinen, wenn auch die Inhalte der Fahrten nicht immer mit Bezug zum Lernstoff gewählt werden.
Einige unserer Kunden machen das jedoch vorbildlich. Sie wählen Programme, die der Allgemeinbildung dienen oder sogar direkten Bezug zum Unterrichtsstoff haben. Politische Bildung bietet sich hier natürlich an mit Besuchen im Reichstag in Berlin oder in einem der Europaparlamente in Strasbourg, Brüssel, Luxembourg.
Die technischen Museen z. B. in Berlin, Bonn, München, London, Barcelona lassen sich mit guten Führungen auch zu speziellen Themen durchführen, wie sie vorher im Unterricht behandelt wurden. Es gibt Planetarien in vielen Reisezielen und Naturformationen wie die Vulkanlandschaft in der Eifel oder die Nationalparks in Kroatien sind faszinierende Studienfelder. Daneben sind Betriebsbesichtigungen im Bereich soziale Einrichtungen, Automobilproduktion und Bergwerken interessant.
Der Wahl des geeigneten Reiseziels steht jedoch manchmal tatsächlich der Wunsch nach einer touristisch beliebten Region entgegen. Hier empfehle ich, mit den Vorgaben an die Lerninhalte an den Veranstalter heranzutreten - ein guter Reiseberater wird die dafür geeigneten Programme finden.
Weitere Informationen unter http://www.ix-tours.com/DE/jugendreisen/klassenfahrten.aspx
Dienstag, 4. Februar 2014
Zimmer frei ! (?)
Auch wenn viele sich schon über ihre
Reise für 2015 Gedanken machen oder diese schon fest gemacht haben -auch für 2014 sind Anfragen für Klassenfahrten und Gruppenreisen immer noch aktuell. Dabei wird es zu einigen Reiseterminen schon schwieriger, eine Unterkunft nach den Wünschen der Reisegruppe zu finden. Feiertagstermine sind oft schon ausgebucht oder nur mit hohen Aufschläge zu bekommen und Spitzenzeiten im
Mai, Juni, September sind auch bezüglich Angeboten für Bus, Bahn und
Flug sehr begrenzt.
Wer allerdings in der Planung etwas flexibel ist, kann gute Schnäppchen machen. Schon eine Verschiebung um 1-2 Tage kann helfen - oder das Ausweichen auf ein alternatives Reiseziel, das ähnliche
Inhalte bietet. Gerade beim Reisen besteht der Reiz ja darin, Neues zu entdecken. Warum also nicht einmal gewohnte Wege verlassen und ein neues Ziel wählen?
Die Reiseveranstalter haben auch Kontingente, die unter Umständen noch nicht ganz ausgeschöpft sind. Gezielt danach zu fragen, zu welchen Terminen in einem Wunsch-Reiseziel noch Zimmer in Option sind, kann zu einem sehr guten Ergebnis führen. Es lohnt sich auf jeden Fall noch, anzufragen oder auch kurzfristig zu planen.
Reise für 2015 Gedanken machen oder diese schon fest gemacht haben -auch für 2014 sind Anfragen für Klassenfahrten und Gruppenreisen immer noch aktuell. Dabei wird es zu einigen Reiseterminen schon schwieriger, eine Unterkunft nach den Wünschen der Reisegruppe zu finden. Feiertagstermine sind oft schon ausgebucht oder nur mit hohen Aufschläge zu bekommen und Spitzenzeiten im
Mai, Juni, September sind auch bezüglich Angeboten für Bus, Bahn und
Flug sehr begrenzt.
Wer allerdings in der Planung etwas flexibel ist, kann gute Schnäppchen machen. Schon eine Verschiebung um 1-2 Tage kann helfen - oder das Ausweichen auf ein alternatives Reiseziel, das ähnliche
Inhalte bietet. Gerade beim Reisen besteht der Reiz ja darin, Neues zu entdecken. Warum also nicht einmal gewohnte Wege verlassen und ein neues Ziel wählen?
Die Reiseveranstalter haben auch Kontingente, die unter Umständen noch nicht ganz ausgeschöpft sind. Gezielt danach zu fragen, zu welchen Terminen in einem Wunsch-Reiseziel noch Zimmer in Option sind, kann zu einem sehr guten Ergebnis führen. Es lohnt sich auf jeden Fall noch, anzufragen oder auch kurzfristig zu planen.
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