Immer wieder zu den Weihnachtsfeiertagen läuft die romantisch verklärte 'Sissi'-Trilogie aus den 50er Jahren. Obwohl in vielen Details gut gemacht, tragen die Filme mehr dem Bedürfnis nach Menschlichkeit in der Pracht der Monarchie Rechnung als wie der Realität am österreichischen Hof im 19. Jahrhundert. Damit sind sie nur bedingt realistisch und besonders das Bild, das von Elisabeth Amalie Eugenie geprägt wird, ist mit bunten Farben schöngefärbt.
Die zweite Dezemberhälfte habe ich mich daher aufgemacht, den Spuren von 'Sisi' (so ist es tatsächlich korrekt) in Wien nachzugehen. Dabei habe ich ihre Grabstätte in der Kapuzinergruft aussen vor gelassen und mich auf die beiden Habsburger-Residenzen in Wien konzentriert. Die Heimat der Kaiserin von Österreich in Possenhofen am Starnberger See ist mir bereits bekannt. Das Schloss des Herzogs Max in Bayern liegt nahe am See und ist heute nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich. Die Lage am See mit der Uferpromenade und der nicht weit entfernten Roseninsel läßt jedoch erahnen, wie naturnah die Kindheit Elisabeths gewesen sein muss. Das Haus, das im Film zu sehen ist, entspricht nicht der Realität. Wälder gibt es neben dem Schlosspark Possenhofen in direkter Nähe ebenso wenig wie Berge. Das Panorama der 50 km entfernten Alpen ist vom See aus jedoch sehr eindrucksvoll.
Die prachtvollen Bauten in Wien haben die 16jährige Braut im Vergleich dazu wohl eher erdrückt. Ein Modell in der Hofburg zeigt die originale Größe der Palastanlage, die auch noch Gebäude einschloß, die heute durch Straßen abgetrennt sind. Die Wiener Hofburg war die Winterresidenz der Habsburger und liegt im Zentrum von Wien, wogegen die Sommerresidenz Schönbrunn am Stadtrand zu finden ist. Mit den weitläufigen Gärten und dem angeschlossenen Tiergarten ist es eine eindrucksvolle Residenz.
Sowohl für die Wiener Hofburg als auch für Schloss Schönbrunn empfehle ich die Grand Tour mit einer Führung. So erhält man den besten Überblick und kann sich offene Fragen direkt beantworten lassen. (Respekt - Die meisten Fragen konnte die Führerin tatsächlich beantworten!)Die Führung in der Hofburg beginnt mit einer Ausstellung über Sisi und geht dann in die kaiserlichen Appartments für Franz-Josef und Elisabeth über. In Schönbrunn ist neben den Räumen des Kaiserpaares auch der Flügel zu besichtigen, den Maria Theresia mit ihrer Familie bewohnte.
Was erzählen die Ausstellungen über Sisi und Franz Josef?
Kleider (Modelle und im Original), Haar-Imitationen und persönliche Gegenstände Elisabeths lassen einen Vergleich mit der von Romy Schneider verkörperten Film-Sissi zu. In Wahrheit war sie größer (172) als ihr kaiserlicher Gemahl und legte extremen Wert auf Ihre Figur und Ihr Aussehen. Wöchentlich kam der Zahnarzt um die durch das (verpönte) Rauchen verfärbten Zähne zu reinigen. In jeder der kaiserlichen Residenzen wurde ein Turnzimmer eingerichtet so dass die Kaiserin täglich ihren Körper trainieren konnte. Mit ca. 50 kg Gewicht war sie stark untergewichtig, heute würde man bei ihr wohl Magersucht diagnostizieren. Ihre Haare wurden nie abgeschnitten und waren letztlich bodenlang. An einem lebensgroßen Modell in ihrem Badezimmer im Schloss Schönbrunn wird deutlich, dass für die tägliche Pflege viel Zeit erforderlich war. Die Haarwäsche mit Luft-Trocknen über Ständern nahm nahezu einen ganzen Tag in Anspruch.
Die Räume sind gefüllt mit Gemälden von Ahnen und Verwandten der kaiserlichen Familie in prachtvollen Gewändern. Da sticht im Turnzimmer der Kaiserin in der Hofburg ein Porträt eines bürgerlichen Zivilisten ins Auge - Heinrich Heine. Elisabeth sah in ihm ihr großes Vorbild was Ihre eigenen Notizen, Gedichte und Erzählungen betrifft. Diese Einstellung ermöglicht uns einen Blick in die Gefühlswelt der Kaiserin von Österreich - an verschiedenen Stellen in der Ausstellung ergänzen Auszüge ihrer Briefe und Gedichte die Eindrücke der Gegenstände.
Der in der Ausstellung gezeigte Eisenbahnwaggon Elisabeths erinnert an ihre vielen Reisen, mit denen Sie aus der höfischen Kälte entfloh. Ein bequemer Raum, in dem auch lange Bahnreisen gut zu bewältigen waren. Ein kleines abgetrenntes Abteil bot einen Sitzplatz für die Zofe. Die Reisen der Kaiserin führten letztlich auch zu Ihrem plötzlichen Tod. Sie liebte es, inkognito zu reisen und hatte mit wenig Personal auch keinen Schutz gegen Attentäter. Die Vorreiter unsere heutigen Regenbogenpresse spürten Sie jedoch in Genf auf und publizierten Ihren Aufenthalt dort. So konnte ihr der Attentäter, der sein eigentliches Opfer verfehlte, eine tödliche Stichverletzung beibringen, der sie kurze Zeit darauf erlag.
Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich hat in den Sissi-Filmen notorisch zu wenig Zeit für seine Elisabeth. Dieser Umstand läßt sich aus seinem Tagesablauf erahnen. In beiden Residenzen ist sein Schreibtisch der zentrale Punkt und die private Möblierung recht spärlich. Täglich wurde er um 3.30 h geweckt und in einer tragbaren Kautschuk-Badewanne gewaschen. Nach einem ersten Frühstück gegen 5 h begann der Arbeitstag, der bis abends andauerte. Ab 10 h gab er Audienzen, die nur wenige Minuten dauerten. Jeder konnte einen Audienz beantragen und sein Anliegen dem Kaiser vortragen. Damit bewies er eine aussergewöhnliche Volksnähe.
Die kaiserliche Tafel am Ende der Führung in der Hofburg täuscht. Aufwändige Mahlzeiten waren offiziellen Anlässen vorbehalten. Franz Josef I. bevorzugte regionale Kost wie z. B. die österreichischen Mehlspeisen Apfelstrudel und den Kaiserschmarrn. Eine 'Kaisersemmel' ist übrigens auf einem der großen Gemälde in den Kaiserappartments auf dem Tisch deutlich verewigt. Gegessen hat der Kaiser übrigens vorzugsweise an seinem Schreibtisch.
Ordnungsliebend soll Franz Josef gewesen sein. Sein Schreibtisch war stets peinlichlich sauber und aufgeräumt. Einen Papierkorb kann man nicht entdecken - er ist dezent verdeckt in einem Möbelstück, dass einer kleinen Sitzbank auf einem Fuß ähnelt. Auffällig am Arbeitsplatz des Kaisers ist das Gemälde von Elisabeth, dass in einem ovalen Rahmen auf einer Staffelei vor dem Schreibtisch steht. Franz Josef hatte seine geliebte Sisi damit immer im Blick. Das Porträt von Franz Xaver Winterhalter zeigt Sisi mit offenen Haaren im Morgenlicht.
Da traf ein pflichtbewußter Workaholic auf eine lebensfrohe junge Frau, die mit den Zwängen des höfischen Lebens nicht umgehen konnte und von den Schicksalsschlägen (früher Tod der 1. Tochter und tragischer Tod des Sohnes) schwer getroffen wurde. Das bietet Stoff für Vermutungen und Geschichten und die prachtvollen Zeugnisse der Habsburger Monarchie verleiten im Rückblick zur Verklärung ihrer Zeit. Letztlich verhinderte der volksnahe Kaiser mit seinem zentralilstisch auf sich selbst ausgerichteten Regierungsstil notwendige Reformen und führte sein Land in die Katastrophe des 1. Weltkriegs.
Genießen wir aber weiter die unterhaltsamen Anekdoten in den Filmen - und die verschwenderische Pracht der kuk Monarchie wie sie in Österreich heute gut konserviert wird. Dabei finanziert sich die Verwaltung der Schlössern weitgehend selbst und bewahrt die Erinnerung an eine 'schöne Zeit', deren Begleiterscheinungen niemand zurücksehnt.
Weitere Informationen zu Gruppenreisen nach Wien unter http://www.ix-tours.com/DE/erwachsenenreisen/wiena.aspx
Klassenfahrten und Kulturreisen mit Bildungsanspruch sind unser tägliches Geschäft. Den Besonderheiten dieser Reiseform tragen wir mit diesem Blog Rechnung, um Informationen und Neuerungen zu publizieren. Kommentare sind erwünscht! #ixtours #lernenerleben
Mittwoch, 6. Januar 2016
Mittwoch, 18. November 2015
Läßt sich Angst absichern?
Die tragischen Ereignisse der vergangenen Tage haben uns unangenehme Wahrheiten ins Bewußtsein zurückgerufen. Auch in unserer westlichen Gesellschaft mit hohen Sicherheitsstandards bestehen Gefahren, die wir durch Gesetze und staatliche Gewalt nicht vollständig kontrollieren können. Und das macht uns Angst.
Mit den aktuellen Bildern vor Augen werden Reisepläne in die Metropolen Europas sehr viel kritischer gesehen und geplante Reisen auf den Prüfstand gestellt. Wie sind die rechtlichen Möglichkeiten, den Ängsten von Teilnehmern, Eltern und Aufsichtspersonen gerecht zu werden?
In § 651 j BGB ist ein Sonderkündigungsrecht für bereits gebuchte und/oder angetretene Reisen geregelt. Massgeblich ist, dass "die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt" wird. Das kann in der aktuell diskutierten Situation zutreffen, wenn die Reise durch die Vorfälle unmittelbar betroffen wäre.
Bei einer Reise nach Paris am vergangenen Wochenende kann man die Anwendung des Sonderkündigungsrechts annehmen, schwieriger wird es jedoch bei Reisen in andere Zielgebiete, die nicht direkt betroffen sind. Eine Reise in die ebenfalls in Frankreich gelegene Provence oder in eine der evtl. als nächstes Terrorziel geplante Metropole mag ähnliche Ängste hervorrufen, vom Sonderkündigungsrecht ist sie jedoch nicht betroffen, sofern nicht weitere Umstände vorliegen.
Für Reisen, die erst für das nächste Jahr gebucht wurden, ist die Abschätzung der Gefährdung heute nicht möglich. Wer weiss schon heute, ob und in welcher Region im kommenden Jahr Terror oder Unruhen auftreten werden.
Die rechtliche Situation hilft natürlich nur bedingt in der Diskussion mit besorgten Teilnehmern oder sogar Eltern. Hier ist es sinnvoll, wenn sich der Gruppenleiter mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzt und die Möglchkeiten einer Änderung, Umbuchung oder ggf. auch Kündigung der Reise bespricht. Auch als Veranstalter beobachten wir die Entwicklungen mit Sorge und nehmen auch die Ängste unserer Reiseteilnehmer ernst.
Ein Fall für die Rücktrittskostenversicherung sind Rücktritte wegen Beeinträchtigung durch höherer Gewalt nicht. Wer eine Reise aus Angst vor möglicher Gefährdung absagt, dem werden die finanziellen Folgen nicht erspart bleiben. Es lohnt sich jedoch, frühzeitig in den Dialog mit dem Veranstalter zu treten, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.
Mit den aktuellen Bildern vor Augen werden Reisepläne in die Metropolen Europas sehr viel kritischer gesehen und geplante Reisen auf den Prüfstand gestellt. Wie sind die rechtlichen Möglichkeiten, den Ängsten von Teilnehmern, Eltern und Aufsichtspersonen gerecht zu werden?
In § 651 j BGB ist ein Sonderkündigungsrecht für bereits gebuchte und/oder angetretene Reisen geregelt. Massgeblich ist, dass "die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt" wird. Das kann in der aktuell diskutierten Situation zutreffen, wenn die Reise durch die Vorfälle unmittelbar betroffen wäre.
Bei einer Reise nach Paris am vergangenen Wochenende kann man die Anwendung des Sonderkündigungsrechts annehmen, schwieriger wird es jedoch bei Reisen in andere Zielgebiete, die nicht direkt betroffen sind. Eine Reise in die ebenfalls in Frankreich gelegene Provence oder in eine der evtl. als nächstes Terrorziel geplante Metropole mag ähnliche Ängste hervorrufen, vom Sonderkündigungsrecht ist sie jedoch nicht betroffen, sofern nicht weitere Umstände vorliegen.
Für Reisen, die erst für das nächste Jahr gebucht wurden, ist die Abschätzung der Gefährdung heute nicht möglich. Wer weiss schon heute, ob und in welcher Region im kommenden Jahr Terror oder Unruhen auftreten werden.
Die rechtliche Situation hilft natürlich nur bedingt in der Diskussion mit besorgten Teilnehmern oder sogar Eltern. Hier ist es sinnvoll, wenn sich der Gruppenleiter mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzt und die Möglchkeiten einer Änderung, Umbuchung oder ggf. auch Kündigung der Reise bespricht. Auch als Veranstalter beobachten wir die Entwicklungen mit Sorge und nehmen auch die Ängste unserer Reiseteilnehmer ernst.
Ein Fall für die Rücktrittskostenversicherung sind Rücktritte wegen Beeinträchtigung durch höherer Gewalt nicht. Wer eine Reise aus Angst vor möglicher Gefährdung absagt, dem werden die finanziellen Folgen nicht erspart bleiben. Es lohnt sich jedoch, frühzeitig in den Dialog mit dem Veranstalter zu treten, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.
Dienstag, 3. November 2015
Jane Austen
Vielen ist Jane Austen vor allem durch die Verfilmung Ihrer Hauptwerke wie 'Stolz und Vorurteil' und 'Emma' bekannt geworden. Wer Jane Austen aufgrund der Verfilmungen in den Bereich des Kitsch verbannt, dem sei die Lektüre Ihrer Werke in gedruckter Form empfohlen. Mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe und teilweise spitzer Zunge (Feder) bringt sie die Hintergründe menschlichen Handelns häufig auf den Punkt. Dabei handeln Ihre Novellen zwar vor allem um die Liebe junger Frauen. Jane Austen richtet ihren Fokus jedoch vor allem auf die Situation junger Frauen in einer Gesellschaft, die ihnen nur den Platz als Ehefrau und Mutter zugesteht. Vor dieser Erwartungshaltung bleibt denen, die aus verschiedensten Gründen unverheiratet bleiben, nur das Schicksal, im Schutz von gönnerhaften Verwandten ihr Leben zu verbringen. Aus diesem Blickwinkel gesehen waren ihre Bücher für Ihre Zeit sozialkritisch.
Mit diesem Hintergrundwissen lohnt es sich, die Welt von Jane Austen in England zu entdecken. Auf unserer England-Reise haben wir uns daher auf die Suche nach Jane Austen begeben und zunächst 2 Stationen ihres Lebens besucht.
Informationen in hoher Qualität haben wir im Jane Austen House Museum in Chawton gefunden. Hier verbrachte Jane Austen die letzten 8 Jahre ihres kurzen Lebens und hier hat sie ihre früheren Werke überarbeitet und unter dem Pseudonym 'from a Lady' teilweise veröffentlicht. Das Cottage in der Nähe des Chawton Manor wurde der Mutter von Jane Austen nach dem Tod des Vaters zur Verfügung gestellt und hier lebte sie mit ihrer Mutter, ihrer Schwester sowie einer weiteren Verwandten. Das Gebäude wurde nach dem Tod der Familie zu verschiedenen Zwecken genutzt und fiel bei einem Verkauf 1948 an Mr. T. Edward Carpenter, der es der Allgemeinheit zur Verfügung stellte. Im Juli 1949 wurde das Museum eröffnet und seitdem wurde das Haus kontinuierlich dem Zustand angeglichen, in dem es Zur Zeit Jane Austens war. Persönliche Gegenstände wurden erworben und zeigenössische Kleidung und Möbel ergänzt.
Die ruhige Lage in Chawton Village, der schön angelegte Garten und die Räume im Stil um 1800 - man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Die Anlage lädt zum Verweilen ein.
Das Chawton House mit der Chawton Library liegt nicht weit entfernt kann mit einem kleinen Spaziergang erreicht werden. und bietet weitere Gelegenheit, die Zeit von Jane Austen kennen zu lernen.
In Bath hat Jane Austen 6 Jahre (1801 - 1806) gelebt. In dieser Zeit hat sie nicht viel geschrieben, die gesellschaftlichen Umstände, die sie in ihren Werken thematisiert hat sie aber wohl hier kennen gelernt. Das Jane Austen Centre empfehle ich nur bedingt. Es gibt bei einem Kurzvortrag zu Beginn einen Überblick über die Familienverhältnisse der Familie Austen und über das Leben von Jane Austen. Wirklich zu sehen gibt es jedoch nicht viel. Jane Austen wird hier vor allem aus Sicht der Verfilmungen ihrer Werke behandelt. Mein Tipp - sparen sie sich die Ausstellung und gehen sie gleich in das 2. Obergeschoß. Der 'Regency Tea Room' ist mehr ein Ausstellungsstück als das Centre darunter und bietet eine gute Auswahl an Tee und Gebäck. Englischen Tee erhalten Sie hier noch als losen Blatttee in der Kanne - dazu warme Scones, serviert von Damen im Outfit um 1800.
Besuchen Sie in Bath die Orte, die Jane Austen vertraut waren. Dies können Sie auf eigene Faust oder mit einem Stadtführer tun. Die Kirche, in denen ihre Eltern geheiratet haben, ihre verschiedenen Adressen in der Stadt und eindrucksvolle Gebäude, in denen man erkennt, dass sie zu Beschreibungen in den Novellen inspiriert haben.
Zwei weitere Orte auf den Spuren von Jane Austen sind Winchester und Lacock. In Winchester hat Jane das letzte Jahr vor Ihrem Tod verbracht und hier ist sie in der Kathedrale beigesetzt. Lacock, wo die Filme gedreht wurden, weckt die Bilder zum Leben, die wir aus den Verfilmungen kennen. Diese beiden Orte werde ich im Februar besuchen und weiter berichten. In der Zwischenzeit bieten wir Ihnen die Gelegenheit, die genannten Orte auf einer 4-Tages-Busreise kennen zu lernen. Informationen finden Sie auf http://www.ix-tours.com/DE/themenreisen/jane_austen.aspx
Mit diesem Hintergrundwissen lohnt es sich, die Welt von Jane Austen in England zu entdecken. Auf unserer England-Reise haben wir uns daher auf die Suche nach Jane Austen begeben und zunächst 2 Stationen ihres Lebens besucht.
Informationen in hoher Qualität haben wir im Jane Austen House Museum in Chawton gefunden. Hier verbrachte Jane Austen die letzten 8 Jahre ihres kurzen Lebens und hier hat sie ihre früheren Werke überarbeitet und unter dem Pseudonym 'from a Lady' teilweise veröffentlicht. Das Cottage in der Nähe des Chawton Manor wurde der Mutter von Jane Austen nach dem Tod des Vaters zur Verfügung gestellt und hier lebte sie mit ihrer Mutter, ihrer Schwester sowie einer weiteren Verwandten. Das Gebäude wurde nach dem Tod der Familie zu verschiedenen Zwecken genutzt und fiel bei einem Verkauf 1948 an Mr. T. Edward Carpenter, der es der Allgemeinheit zur Verfügung stellte. Im Juli 1949 wurde das Museum eröffnet und seitdem wurde das Haus kontinuierlich dem Zustand angeglichen, in dem es Zur Zeit Jane Austens war. Persönliche Gegenstände wurden erworben und zeigenössische Kleidung und Möbel ergänzt.
Die ruhige Lage in Chawton Village, der schön angelegte Garten und die Räume im Stil um 1800 - man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Die Anlage lädt zum Verweilen ein.
Das Chawton House mit der Chawton Library liegt nicht weit entfernt kann mit einem kleinen Spaziergang erreicht werden. und bietet weitere Gelegenheit, die Zeit von Jane Austen kennen zu lernen.
In Bath hat Jane Austen 6 Jahre (1801 - 1806) gelebt. In dieser Zeit hat sie nicht viel geschrieben, die gesellschaftlichen Umstände, die sie in ihren Werken thematisiert hat sie aber wohl hier kennen gelernt. Das Jane Austen Centre empfehle ich nur bedingt. Es gibt bei einem Kurzvortrag zu Beginn einen Überblick über die Familienverhältnisse der Familie Austen und über das Leben von Jane Austen. Wirklich zu sehen gibt es jedoch nicht viel. Jane Austen wird hier vor allem aus Sicht der Verfilmungen ihrer Werke behandelt. Mein Tipp - sparen sie sich die Ausstellung und gehen sie gleich in das 2. Obergeschoß. Der 'Regency Tea Room' ist mehr ein Ausstellungsstück als das Centre darunter und bietet eine gute Auswahl an Tee und Gebäck. Englischen Tee erhalten Sie hier noch als losen Blatttee in der Kanne - dazu warme Scones, serviert von Damen im Outfit um 1800.
Besuchen Sie in Bath die Orte, die Jane Austen vertraut waren. Dies können Sie auf eigene Faust oder mit einem Stadtführer tun. Die Kirche, in denen ihre Eltern geheiratet haben, ihre verschiedenen Adressen in der Stadt und eindrucksvolle Gebäude, in denen man erkennt, dass sie zu Beschreibungen in den Novellen inspiriert haben.
Zwei weitere Orte auf den Spuren von Jane Austen sind Winchester und Lacock. In Winchester hat Jane das letzte Jahr vor Ihrem Tod verbracht und hier ist sie in der Kathedrale beigesetzt. Lacock, wo die Filme gedreht wurden, weckt die Bilder zum Leben, die wir aus den Verfilmungen kennen. Diese beiden Orte werde ich im Februar besuchen und weiter berichten. In der Zwischenzeit bieten wir Ihnen die Gelegenheit, die genannten Orte auf einer 4-Tages-Busreise kennen zu lernen. Informationen finden Sie auf http://www.ix-tours.com/DE/themenreisen/jane_austen.aspx
Dienstag, 27. Oktober 2015
Ein Neo-Georgianisches Kleinod in Hampshire
Das Herrenhaus 'Hinton Ampmner' liegt in Hampshire ausserhalb von Cheriton versteckt in den Hügeln. Bewaffnet mit der Adresse hätten wir die Einfahrt fast übersehen.
Das Haus hat eine einzigartige Geschichte. Bereits 1597 erbaute Sir Thomas Stewkeley ein Haus im Stil der Tudors. 1793 wurde es abgerissen um einem Neubau im georgianischen Stil Platz zu machen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es im viktorianischen Stil umgebaut und erweitert. Nach Ralph Dutton, der das Anwesen 1935 erbte, war das Ergebnis eine 'Ungeheuerlichkeit aussergewöhnlichen Ausmasses'. Er machte sich daher daran, die Erweiterungen abzureissen und das Gebäude in den georgianischen Baustil zurückzuversetzen. Für die Inneneinrichtung sammelte er passende Kunstgegenstände und Möbelstücke und passte das Haus nach und nach seinem Idealbild an. Dabei war Dutton durchaus fortschrittlich. So wurden im Obergeschoß wurden zu der verringerten Anzahl an Schlafräumen Badezimmer eingebaut.
1960 brach in Hinton Ampner ein Feuer aus und zerstörte seine Sammlung an Bildern und Einrichtungsgegenständen. Der jetzt Zweiundsechzigjährige machte sich gleich wieder an die Arbeit, liess das Gebäude instandsetzen und sammelte erneut passende Einrichtungsgegenstände. 1985 fiel das Anwesen an den National Trust und ist der Öffentlickeit zugänglich.
Bei unserem Besuch waren die Schlafräume wegen Arbeiten am Dach leider geschlossen, die Fülle an wertvollen Sammelstücken in den Wohnräumen bot jedoch ausreichend Gelegenheit für Betrachtungen. Dabei sind die mit schriftlichem Material bewaffneten Führungspersonen in jedem Raum eine gute Hilfe. Sie wissen zwar nicht über jeden Gegenstand im Detail Bescheid, geben jedoch bereitwillig Auskunft.
Dem Garten schenkte Ralph Dutton besondere Aufmerksamkeit und gestaltete ihn mit dem Ziel neu, spektaktuläre Ausblicke auf die grüne Landschaft in der Umgebung zu ermöglichen. Alter Baumbestand, Blumengärten und grüne Anlagen zu Flanieren bieten viel Raum, die Eindrücke wirken zu lassen.
Ab Februar 2016 werden auch die Schlafräume im Obergeschoß wieder zugänglich sein. Ein Besuch im Frühling, wenn die Blumen im Garten ihre Blütenpracht entfalten und das Grün der Rasenflächen und Wiesen mit den frischen Blättern konkurriert, ist daher schon eingeplant.
Eine Gruppenreise nach Hampshire mit Besuch von Herrenhäusern und Gärten oder eine Reise nach London mit Tagesausflug können Sie unter http://www.ix-tours.com/DE/erwachsenenreiseziele.aspx anfragen
Das Haus hat eine einzigartige Geschichte. Bereits 1597 erbaute Sir Thomas Stewkeley ein Haus im Stil der Tudors. 1793 wurde es abgerissen um einem Neubau im georgianischen Stil Platz zu machen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es im viktorianischen Stil umgebaut und erweitert. Nach Ralph Dutton, der das Anwesen 1935 erbte, war das Ergebnis eine 'Ungeheuerlichkeit aussergewöhnlichen Ausmasses'. Er machte sich daher daran, die Erweiterungen abzureissen und das Gebäude in den georgianischen Baustil zurückzuversetzen. Für die Inneneinrichtung sammelte er passende Kunstgegenstände und Möbelstücke und passte das Haus nach und nach seinem Idealbild an. Dabei war Dutton durchaus fortschrittlich. So wurden im Obergeschoß wurden zu der verringerten Anzahl an Schlafräumen Badezimmer eingebaut.
1960 brach in Hinton Ampner ein Feuer aus und zerstörte seine Sammlung an Bildern und Einrichtungsgegenständen. Der jetzt Zweiundsechzigjährige machte sich gleich wieder an die Arbeit, liess das Gebäude instandsetzen und sammelte erneut passende Einrichtungsgegenstände. 1985 fiel das Anwesen an den National Trust und ist der Öffentlickeit zugänglich.
Bei unserem Besuch waren die Schlafräume wegen Arbeiten am Dach leider geschlossen, die Fülle an wertvollen Sammelstücken in den Wohnräumen bot jedoch ausreichend Gelegenheit für Betrachtungen. Dabei sind die mit schriftlichem Material bewaffneten Führungspersonen in jedem Raum eine gute Hilfe. Sie wissen zwar nicht über jeden Gegenstand im Detail Bescheid, geben jedoch bereitwillig Auskunft.
Dem Garten schenkte Ralph Dutton besondere Aufmerksamkeit und gestaltete ihn mit dem Ziel neu, spektaktuläre Ausblicke auf die grüne Landschaft in der Umgebung zu ermöglichen. Alter Baumbestand, Blumengärten und grüne Anlagen zu Flanieren bieten viel Raum, die Eindrücke wirken zu lassen.
Ab Februar 2016 werden auch die Schlafräume im Obergeschoß wieder zugänglich sein. Ein Besuch im Frühling, wenn die Blumen im Garten ihre Blütenpracht entfalten und das Grün der Rasenflächen und Wiesen mit den frischen Blättern konkurriert, ist daher schon eingeplant.
Eine Gruppenreise nach Hampshire mit Besuch von Herrenhäusern und Gärten oder eine Reise nach London mit Tagesausflug können Sie unter http://www.ix-tours.com/DE/erwachsenenreiseziele.aspx anfragen
Montag, 28. September 2015
Dublin 2016 - 100 Jahre Osteraufstand
Irland erreichte nach einem blutigen Bürgerkrieg in den Jahren 1919 - 1921 im Jahre 1922 weitgehende Eigenständigkeit von der britischen Krone und der 1922 gegründete Irische Freistaat führte letztlich zur heute bekannten Republik Irland.
Bereits drei Jahre vor 1919 wurde die Grundlage für den Befreiungsschlag in den 1920er Jahren gelegt. Die Niederschlagung des 'Osteraufstand' von 1916 führte zu einem Stimmungswechsel in der irischen Bevölkerung und die Bewegungen der Separatisten erhielten verstärkt Zulauf.
Ziel des Aufstands war die Besetzung strategisch wichtiger Gebäude in Dublin um die Stadt für den zu erwartenden britischen Angriff als Reaktion auf die Proklamation der Unabhängigkeit zu sperren. Am 24. April 1916 12 h mittags starteten die Aufständischen in kleineren Gruppen und verlasen ausserhalb des Hauptpostamts die 'Oster-Proklamation'. Darauhin wurde das Hauptpostamt als zentrale Kommunikationsstelle besetzt und Connolly versuchte, den Aufstand von hier aus zu steuern. Bereits am 28. April musste er das Begäude jedoch verlassen und am 29. April ordneten die Anführer die bedingungslose Kapitulation an.
Zum 100. Jahrestag wird in Dublin mit Gedenkveranstaltungen wird an dieses Ereignis erinnert und auch für Besucher aus dem Ausland ist das ein Anlaß, diesen Punkt der Geschichte Irlands kennen zu lernen.
Das 'Kilmainham Gaol' wurde bereits vor Jahren als Sehenswürdigkeit im Gedenken an die Opfer des Aufstands und des Bürgerkrieges restauriert. Die Haftbedingungen und Lebensläufe einiger der Freiheitskämpfer wird bei einer Führung deutlich und um Hof ist die Stelle, an der die Aufständischen um Patrick Pearse und James Connolly hingerichtet wurden mit einem Kreuz markiert.
Die '1916 Rebellion Walking Tour' bringt die Hintergründe und verschiedenen Örtlichkeiten des Osteraufstands näher. Während eines 2-stündigen Spaziergangs vom Trinity College über verschiedene Stationen zum 'General Post Office'. Hier werden die Ereignisse zu Ostern 1916 im Detail erläutert um danach die Evakuierungsroute zur Moore Street abzugehen. Diese Führung vermittelt anschaulich die Abläufe und bietet viel Gelegenheit, über Gründe, Ablauf und Folgen des Aufstands zu diskutieren.
Rechtzeitig zum Jahrestag wird im Frühjahr 2016 eine umfassende Ausstellung zum Osteraufstand eröffnet - im Gebäude des Hauptpostamt (GPO), das für die Rebellion eine zentrale Rolle spielte. Mit Spezial- und Klangeffekten und Geschichten über beteiligte Personen vermitteln einen Eindruck dieser Tage. Der Besuch dauert ca. 1,5 h und kann gerade für Schulklassen mit Führungen und Schulungsangeboten erweitert werden.
Irland ist wegen einzigartiger Landschaften und der ansprechenden Kultur ein beliebtes Reiseziel. In 2016 sollte dieser geschichtliche Aspekt eine zusätzliche Rolle spielen. Bauen Sie doch einen halben Tag 'lebhaften' Geschichtsunterricht in ihre Gruppenreise oder Klassenfahrt nach Dublin ein.
Bereits drei Jahre vor 1919 wurde die Grundlage für den Befreiungsschlag in den 1920er Jahren gelegt. Die Niederschlagung des 'Osteraufstand' von 1916 führte zu einem Stimmungswechsel in der irischen Bevölkerung und die Bewegungen der Separatisten erhielten verstärkt Zulauf.
Ziel des Aufstands war die Besetzung strategisch wichtiger Gebäude in Dublin um die Stadt für den zu erwartenden britischen Angriff als Reaktion auf die Proklamation der Unabhängigkeit zu sperren. Am 24. April 1916 12 h mittags starteten die Aufständischen in kleineren Gruppen und verlasen ausserhalb des Hauptpostamts die 'Oster-Proklamation'. Darauhin wurde das Hauptpostamt als zentrale Kommunikationsstelle besetzt und Connolly versuchte, den Aufstand von hier aus zu steuern. Bereits am 28. April musste er das Begäude jedoch verlassen und am 29. April ordneten die Anführer die bedingungslose Kapitulation an.
Zum 100. Jahrestag wird in Dublin mit Gedenkveranstaltungen wird an dieses Ereignis erinnert und auch für Besucher aus dem Ausland ist das ein Anlaß, diesen Punkt der Geschichte Irlands kennen zu lernen.
Das 'Kilmainham Gaol' wurde bereits vor Jahren als Sehenswürdigkeit im Gedenken an die Opfer des Aufstands und des Bürgerkrieges restauriert. Die Haftbedingungen und Lebensläufe einiger der Freiheitskämpfer wird bei einer Führung deutlich und um Hof ist die Stelle, an der die Aufständischen um Patrick Pearse und James Connolly hingerichtet wurden mit einem Kreuz markiert.
Die '1916 Rebellion Walking Tour' bringt die Hintergründe und verschiedenen Örtlichkeiten des Osteraufstands näher. Während eines 2-stündigen Spaziergangs vom Trinity College über verschiedene Stationen zum 'General Post Office'. Hier werden die Ereignisse zu Ostern 1916 im Detail erläutert um danach die Evakuierungsroute zur Moore Street abzugehen. Diese Führung vermittelt anschaulich die Abläufe und bietet viel Gelegenheit, über Gründe, Ablauf und Folgen des Aufstands zu diskutieren.
Rechtzeitig zum Jahrestag wird im Frühjahr 2016 eine umfassende Ausstellung zum Osteraufstand eröffnet - im Gebäude des Hauptpostamt (GPO), das für die Rebellion eine zentrale Rolle spielte. Mit Spezial- und Klangeffekten und Geschichten über beteiligte Personen vermitteln einen Eindruck dieser Tage. Der Besuch dauert ca. 1,5 h und kann gerade für Schulklassen mit Führungen und Schulungsangeboten erweitert werden.
Irland ist wegen einzigartiger Landschaften und der ansprechenden Kultur ein beliebtes Reiseziel. In 2016 sollte dieser geschichtliche Aspekt eine zusätzliche Rolle spielen. Bauen Sie doch einen halben Tag 'lebhaften' Geschichtsunterricht in ihre Gruppenreise oder Klassenfahrt nach Dublin ein.
Freitag, 4. September 2015
Kostenlose Programme für Ihre Klassenfahrt Berlin
Berlin hat an Attraktivität für Klassenfahrten nichts eingebüßt. Die Besichtigung der Regierungsgebäude ist eine gute Ergänzung für den Unterricht, es gibt eine große Auswahl an guten Unterkünften und unzählige Programmmöglichkeiten. Dazu ist die Anreise auch mit kleineren Gruppen durch Bahnangebote und Fernbuslinien günstig.
Auch die Gestaltung der Programme läßt sich an das Reisebudget anpassen. Highlights wie Musical-Besuch Besuch der Top-Sehenswürdigkeiten und ähnliches sind durchaus angebracht. Aber wie füllt man die restliche Zeit? Dafür heute ein paar Tipps für Programme, die sehr interessant und trotzdem kostenlos bzw. sehr günstig sind. Keines kostet mehr als 2 € /Person!
Reichstag und Bundesrat
Die Besucherzentren der deutschen Legislative geben einiges her und der Besuch der Reichstagskuppel hat etwas erhebendes. Wer mit der Planung früh beginnt, kann eine Sonderführung auf Einladung eines Abgeordneten bekommen und/oder an Planspielen teilnehmen. Dafür gibt es sogar ein Zuschuß-Budget zu den Reisekosten.
Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Das Stelenfeld beim Brandenburger Tor ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte der Bundesrepublik und ist ebenso wie das Informationszentrum darunter kostenfrei zugänglich. Eine Führung mit Nachgespräch kann für 45 € / Gruppe bis 25 Personen gebucht werden.
Gedenkstätte Hohenschönhausen
Die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis gilt als wichtigster Erinnerungsort für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland. Der Eintritt ist frei, eine Führung ist empfohlen und koset für Schülergruppen ca. 1 € / Person
Topographie des Terrors
Das ehemalige Reichssicherheitshauptamt von Gestapo und SS im Dritten Reich in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße ist heute einer der meistbesuchten Gedenkstätten in Berlin. Der Eintritt ist frei.
Hackesche Höfe
Die Hackeschen Höfe in Berlin Mitte sind Deutschlands größtes geschlossenes Hofareal mit Gewerbe, Kunst und Kommerz. Seit der Renovierung ist das Gebiet ein trendy Treffpunkt in Berlin.
Alliierten Museum
Das Museum der Besatzungsmächte in Deutschland beschäftigt sich unter dem Thema "Wie aus Feinden Freunde wurden" mit der Entwicklung des Nachkriegsdeutschland im Verhältnis zu den ehemaligen Feinden. Die Sonderausstellungen greifen spezifische Punkte der deutschen Geschichte auf. Bis Ende Mai 2016 das Thema "Who was a Nazi". Sie beschäftigt sich mit der Entnazifizierung nach dem 2. Weltkrieg.
Deutscher Dom
Die Dauerausstellung "Wege - Irrwege - Umwege" im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt zeigt auf insgesamt fünf Etagen die historische Entwicklung des liberalen parlamentarischen Systems in Deutschland.
Gedenkstätte Berliner Mauer
Die offizielle Gedenkstätte über die Teilung Berlins befindet sich in der Bernauer Strasse, wo sich schicksalhafte Dramen abspielten als Menschen versuchten, die Grenze durch Sprung aus einem der Fenster zu überwinden.
Museum in der Kulturbraurerei
Das Museum in der ehemaligen Schultheiss-Brauerei auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg zeigt die Dauerausstellung "Alltag in der DDR". ( https://www.berlin.de/museum/3341031-2926344-museum-in-der-kulturbrauerei.html )
Tempelhof Museum
Tempelhof kennen die meisten nur vom ehemaligen Flughafen Gelände. Das Museum möchte die Menschen und Geschichten in diesem Bezirk darstellen und geht bis in die bäuerliche Welt um 1800 zurück.
Eine ausführlichere Liste von Museen und Sehenswürdigkeiten in Berlin finden Sie auf der offiziellen Berlin - Website. Ihren Schülern wird bestimmt nicht langweilig werden.
Auch die Gestaltung der Programme läßt sich an das Reisebudget anpassen. Highlights wie Musical-Besuch Besuch der Top-Sehenswürdigkeiten und ähnliches sind durchaus angebracht. Aber wie füllt man die restliche Zeit? Dafür heute ein paar Tipps für Programme, die sehr interessant und trotzdem kostenlos bzw. sehr günstig sind. Keines kostet mehr als 2 € /Person!
Reichstag und Bundesrat
Die Besucherzentren der deutschen Legislative geben einiges her und der Besuch der Reichstagskuppel hat etwas erhebendes. Wer mit der Planung früh beginnt, kann eine Sonderführung auf Einladung eines Abgeordneten bekommen und/oder an Planspielen teilnehmen. Dafür gibt es sogar ein Zuschuß-Budget zu den Reisekosten.
Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Das Stelenfeld beim Brandenburger Tor ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte der Bundesrepublik und ist ebenso wie das Informationszentrum darunter kostenfrei zugänglich. Eine Führung mit Nachgespräch kann für 45 € / Gruppe bis 25 Personen gebucht werden.
Gedenkstätte Hohenschönhausen
Die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis gilt als wichtigster Erinnerungsort für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland. Der Eintritt ist frei, eine Führung ist empfohlen und koset für Schülergruppen ca. 1 € / Person
Topographie des Terrors
Das ehemalige Reichssicherheitshauptamt von Gestapo und SS im Dritten Reich in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße ist heute einer der meistbesuchten Gedenkstätten in Berlin. Der Eintritt ist frei.
Hackesche Höfe
Die Hackeschen Höfe in Berlin Mitte sind Deutschlands größtes geschlossenes Hofareal mit Gewerbe, Kunst und Kommerz. Seit der Renovierung ist das Gebiet ein trendy Treffpunkt in Berlin.
Alliierten Museum
Das Museum der Besatzungsmächte in Deutschland beschäftigt sich unter dem Thema "Wie aus Feinden Freunde wurden" mit der Entwicklung des Nachkriegsdeutschland im Verhältnis zu den ehemaligen Feinden. Die Sonderausstellungen greifen spezifische Punkte der deutschen Geschichte auf. Bis Ende Mai 2016 das Thema "Who was a Nazi". Sie beschäftigt sich mit der Entnazifizierung nach dem 2. Weltkrieg.
Deutscher Dom
Die Dauerausstellung "Wege - Irrwege - Umwege" im Deutschen Dom am Gendarmenmarkt zeigt auf insgesamt fünf Etagen die historische Entwicklung des liberalen parlamentarischen Systems in Deutschland.
Gedenkstätte Berliner Mauer
Die offizielle Gedenkstätte über die Teilung Berlins befindet sich in der Bernauer Strasse, wo sich schicksalhafte Dramen abspielten als Menschen versuchten, die Grenze durch Sprung aus einem der Fenster zu überwinden.
Museum in der Kulturbraurerei
Das Museum in der ehemaligen Schultheiss-Brauerei auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg zeigt die Dauerausstellung "Alltag in der DDR". ( https://www.berlin.de/museum/3341031-2926344-museum-in-der-kulturbrauerei.html )
Tempelhof Museum
Tempelhof kennen die meisten nur vom ehemaligen Flughafen Gelände. Das Museum möchte die Menschen und Geschichten in diesem Bezirk darstellen und geht bis in die bäuerliche Welt um 1800 zurück.
Eine ausführlichere Liste von Museen und Sehenswürdigkeiten in Berlin finden Sie auf der offiziellen Berlin - Website. Ihren Schülern wird bestimmt nicht langweilig werden.
Mittwoch, 12. August 2015
Maut für Reisebusse?
Ob Sommerloch-Debatte oder nicht - die Idee einer Maut auch für Reisebusse bringt immer neue Statements in die Presse. Die Bahn erhebt gleich den Zeigefinger und verweist auf die Trassenkilometer, die sie für die Nutzung des Schienennetz bezahlen muss. Da sei eine Autobahn-Nutzungsgebühr für die Fernlinienbusse nur recht und billig. Dabei verschweigt der Reinhard Boeckh, Leiter der Konzernpressestelle der Deutschen Bahn wohl wissend, das der Fernbus neben KFZ-Steuer auch Mineralösteuer bezahlt. Der Pressesprecher des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), Matthias Schröter, führt daher aus: „Das IGES-Institut hat in einer Studie ausgerechnet, dass Fernbus-Unternehmen ihre Infrastrukturkosten zu 130 Prozent decken, vor allem durch die Mineralölsteuer."
Hier wird also offensichtlich viel heisse Luft bewegt. Die Bahn hat den aufkommenden Konkurrenten Fernbus glatt übersehen und erst wahr genommen, als er das Fernverkehrsgeschäft der Bahn beeinträchtigt hat. Ein empörter Aufschrei könnte ja helfen, so substanzlos er auch sein mag. Und die Fernbusbranche? Sie sieht ihren Boom schon gefährdet, obwohl man bezweifeln kann, dass ein paar Euro die Kunden gleich wieder vertreiben. Im Fernlinienbus-Verkehr ist sowieso eine Preiskonsolidierung fällig. Eine Maut bietet sich nicht als Damokles-Schwert an - wenn die Einnahmen denn wirklich zum Ausbau der Infrastruktur verwendet werden. Busbahnhöfe für die Fernbus-Knotenpunkte und bedarfsgerecht instand gehaltene Autobahnen sind für den wachsenden Verkehr absolut sinnvoll.
Hier wird also offensichtlich viel heisse Luft bewegt. Die Bahn hat den aufkommenden Konkurrenten Fernbus glatt übersehen und erst wahr genommen, als er das Fernverkehrsgeschäft der Bahn beeinträchtigt hat. Ein empörter Aufschrei könnte ja helfen, so substanzlos er auch sein mag. Und die Fernbusbranche? Sie sieht ihren Boom schon gefährdet, obwohl man bezweifeln kann, dass ein paar Euro die Kunden gleich wieder vertreiben. Im Fernlinienbus-Verkehr ist sowieso eine Preiskonsolidierung fällig. Eine Maut bietet sich nicht als Damokles-Schwert an - wenn die Einnahmen denn wirklich zum Ausbau der Infrastruktur verwendet werden. Busbahnhöfe für die Fernbus-Knotenpunkte und bedarfsgerecht instand gehaltene Autobahnen sind für den wachsenden Verkehr absolut sinnvoll.
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