Metropolen wie London haben nach meiner Meinung einen Nachteil - es ist nicht so einfach, sich einen Überblick zu verschaffen. Selbst bei einer Fahrt mit dem Sightseeing Bus verliert man den Überblick, da die Sicht auf der eng bebauten Fläche immer begrenzt ist.
Für jeden, der London in kurzer Zeit 'kennen lernen' möchte, empfehle ich daher eine Themse-Fahrt. Aus der Perspektive auf dem Wasser der Themse, die sich durch London schlängelt, wird der Blick übersichtlicher und beeindruckend. Sightseeing-Fahrten mit Erläuterungen fahren von Westminster bis Greenwich und sind auch als Hop On - Hop Off Touren und als Kombiticket mit Eintritten erhältlich.
Die letzte Fahrt der Sightseeing-Schifffahrt im Winterfahrplan habe ich verpaßt - zum Glück, denn die Alternative ist ihr Geld wirklich wert! Die mbna Thames Clippers fahren auf der gleichen Strecke als Wassertaxi/-bus mit mehreren Haltestellen - bis in die Nacht hinein!
Die Fahrt durch die beleuchtete Stadt ist sehr eindrucksvoll und wer schon immer einmal mit einem Katamaran fahren wollte - die Thames Clippers verfügen über eine Fahrgastkabine für bis zu 150 Personen auf zwei Rümpfen. Die Motorisierung ermöglicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten (55 km/h !), was auf dem Wasser sehr schnell ist.
Aber zurück zur Sicht auf London :-) Meine Fahrt startete am London Eye mit Blick auf Big Ben und Palace of Westminster und unterquerte anschliessend die Golden Jubilee Bridges. Während der Fahrt durch das abendliche London kann man mehrere Sehenswürdigkeiten gut erkennen. Vorbei an der Temple Church und Restaurantschiffen unter der London Bridge hindurch, neben der sich eines der neuesten Attraktionen der Stadt deutlich vor dem dunklen Himmel abzeichnet - 'The Shard' (Die Scherbe). Der seiner Geschichte angemessen gespenstisch beleuchtete Tower zieht auf der linken Seite vorbei und der Canary Wharf-Komplex auf der Isle of Dogs kommt in Sicht. Die Bürotürme des in den ehemaligen Docklands entstandenen Bankenviertels sieht man beim Umrunden der Halbinsel von mehreren Seiten, die Möglichkeiten zum Fotografieren sind daher sehr gut. Auf der rechten Seite umzieht die Themse die O2 Arena zur Rechten. Die Wassertaxi-Verbindung dient auch gerade dem Transport von Besuchern der Arena. Die Fahrt auf der Themse ist eine schöne Ergänzung für ein Event im 'mit 365 Metern Durchmesser und bis zu 52 Metern Höhe der größte einzeln stehende Baukörper in Großbritannien und der größte Kuppelbau der Welt' (wikipedia)
Nach der Greenwich Peninsula durchquert das Wassertaxi das Thames Barrier und macht kurz danach am Greenwich Pier fest. Von hier aus läuft man durch das Gelände des Royal Artillerie Museums zur Tube-Station Woolwich Arsenal - oder man tritt die Rückreise mit dem nächsten der schnellen Thames Clippers an.
Weitere Informationen zu Gruppenreisen nach London von Georg Langbehn und auf www.ix-tours.com/London_Gruppenreisen
Klassenfahrten und Kulturreisen mit Bildungsanspruch sind unser tägliches Geschäft. Den Besonderheiten dieser Reiseform tragen wir mit diesem Blog Rechnung, um Informationen und Neuerungen zu publizieren. Kommentare sind erwünscht! #ixtours #lernenerleben
Freitag, 12. Februar 2016
Montag, 18. Januar 2016
Nur Handgepäck?
Kennen Sie die Episode von Mr. Bean (Staffel I) in der er sein Gepäck radikal minimiert, damit es in seinen kleinen Koffer passt? Den steckt er dann in den (leeren) großen - die Lacher hat er damit sicher auf seiner Seite.
Aber im Ernst - packen wir für unsere Reisen zu viel ein? Fragt man das einen Minimalisten wie Conni Biesalski kommt ein deutliches 'Ja'! Frage ich das unsere Kunden kommt ein ebenso deutliches 'Nein'!!
Selbst bei Klassenfahrten ist die Gepäckfrage zunächst eindeutig fest gelegt. Für eine 5 Tage Flugreise Toskana sind 20 kg Gepäck + 8-10 kg Handgepäck ein 'Must'. Dabei besteht die Garderobe wohl die ganze Reise aus Shirt, Short und Sneakers - und die tragen die Schüler schon auf der Anreise. Was versteckt sich dann wohl im Gepäck?
Durch die Veränderung des Flugmarkts durch die aufstrebenden Billigflieger mit ihrer rationalen Kostenstruktur ist das Reisegepäck wieder in die Diskussion geraten. Bei 30, 40, 50 oder mehr Euro für Aufgabegepäck beginnt man wieder zu überlegen, ob man bei einer Reise im Juli Richtung Süden wirklich eine Ausstattung für jedes Wetter benötigt.
Zwei Überlegungen helfen das Gepäck zu reduzieren:
1. Auf Reisen muss ich nicht alles so haben wie zu Hause
Ein Zielgebiet suche ich ja gerade deshalb auf, um Neues zu entdecken. Sonst kann ich auch zu Hause bleiben.
Sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen läßt man sich daher am besten auf die Gewohnheiten im Reiseland ein.
2. Befürchtungen treffen selten ein.
Das Wetter wird nicht so wechselhaft sein, dass man jede Möglichkeit mit entsprechender Kleidung abdecken muss. Manchmal hilft auch etwas Improvisation. Ein Pullover z. B. kann zu vielfältigen Zwecken gut sein - auch als Fusswärmer :-)
Was man also nicht sicher brauchen wird, kann zu Hause bleiben - und die Reise wird buchstäblich von viel Ballast 'erleichtert'
Tipps zur Reduktion der Gepäckmenge findet ihr in Spiegel Online. Und als Unterstützung für die Einhaltung des Handgepäck-Gewicht empfehlen wir einen leichten Handgepäckrucksack .
Weitere Informationen unter www.ix-tours.com
Aber im Ernst - packen wir für unsere Reisen zu viel ein? Fragt man das einen Minimalisten wie Conni Biesalski kommt ein deutliches 'Ja'! Frage ich das unsere Kunden kommt ein ebenso deutliches 'Nein'!!
Selbst bei Klassenfahrten ist die Gepäckfrage zunächst eindeutig fest gelegt. Für eine 5 Tage Flugreise Toskana sind 20 kg Gepäck + 8-10 kg Handgepäck ein 'Must'. Dabei besteht die Garderobe wohl die ganze Reise aus Shirt, Short und Sneakers - und die tragen die Schüler schon auf der Anreise. Was versteckt sich dann wohl im Gepäck?
Durch die Veränderung des Flugmarkts durch die aufstrebenden Billigflieger mit ihrer rationalen Kostenstruktur ist das Reisegepäck wieder in die Diskussion geraten. Bei 30, 40, 50 oder mehr Euro für Aufgabegepäck beginnt man wieder zu überlegen, ob man bei einer Reise im Juli Richtung Süden wirklich eine Ausstattung für jedes Wetter benötigt.
Zwei Überlegungen helfen das Gepäck zu reduzieren:
1. Auf Reisen muss ich nicht alles so haben wie zu Hause
Ein Zielgebiet suche ich ja gerade deshalb auf, um Neues zu entdecken. Sonst kann ich auch zu Hause bleiben.
Sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen läßt man sich daher am besten auf die Gewohnheiten im Reiseland ein.
2. Befürchtungen treffen selten ein.
Das Wetter wird nicht so wechselhaft sein, dass man jede Möglichkeit mit entsprechender Kleidung abdecken muss. Manchmal hilft auch etwas Improvisation. Ein Pullover z. B. kann zu vielfältigen Zwecken gut sein - auch als Fusswärmer :-)
Was man also nicht sicher brauchen wird, kann zu Hause bleiben - und die Reise wird buchstäblich von viel Ballast 'erleichtert'
Tipps zur Reduktion der Gepäckmenge findet ihr in Spiegel Online. Und als Unterstützung für die Einhaltung des Handgepäck-Gewicht empfehlen wir einen leichten Handgepäckrucksack .
Weitere Informationen unter www.ix-tours.com
Donnerstag, 14. Januar 2016
Kaiser Franz Joseph I von Österreich - Sonderausstellungen zum 100. Todestag
Nett war er, der Franz Joseph. Zumindest die Gestalt, die Karl-Heinz Böhm in der Sissi-Trilogie darstellte, war es. Freundlich, verliebt, verständnisvoll und bodenständig. Der wirkliche Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich war auch nett. Vor allem zu seiner Elisabeth, die er sehr geliebt haben muss. Ein Porträt von Ihr mit offenen Haaren im Morgenlicht stand vis-à-vis seines Schreibtisch in der Hofburg. Volksnah war er auch, soweit das ein Kaiser sein kann. Jeder in seinem Reich konnte eine Audienz erhalten und ihm seine Bitte oder seinen Dank in 1-2 Minuten vortragen. Einfaches Essen mochte er und seine Diener berichten von einem rücksichtsvollen und manchmal auch nachsichtigen Herrn.
Franz Joseph I. war jedoch vor allem Kaiser von Österreich in einer Zeit von Umwälzungen auf der politischen Bühne Europas und von Reformen, auf die das Bürgertum drängte. Seine Krönung im Dezember 1848 war die direkte Folge der Revolution in Österreich, die im Herbst niedergeschlagen worden war und die Führungsschwäche seines Vorgängers Ferdinand I. aufgezeigt hatte. Unbeeindruckt von den Forderungen der Revolutionäre und den Entwicklungen in anderen Gebieten Europas kehrte Österreich unter der neuen Leitung zum Absolutismus (Neoabsolutismus) zurück, der Kaiser nahm die Fäden wieder selbst in die Hand und regierte zentralistisch.
Durch die Herrschaft Franz Josephs wurden Reformen 68 Jahre lang weitgehend aufgehalten, was nach seinem Tod 1916 unausweichlich zum Zerfall des Reiches führte. 1914 führte er sein Land und in der Folge viele weitere Länder in die Katastrophe des ersten Weltkriegs.
In der öffentlichen Wahrnehmung heute ist ein anderes Bild von Franz Joseph präsent. Der wirtschaftliche Aufschwung während seiner Ära hat unzählige Prachtbauten hinterlassen und die von ihm initiierte Ringstrasse ist noch heute eine einzigartig schöner Boulevard. Eine besondere Rolle spielt bei seiner Glorifizierung auch seine Ehe mit Elisabeth sowie die Wahrnehmung als gütiger Landesvater in seinen späteren Lebensjahren.
Zum 100. Todestag von Franz Joseph am 21. November 2016 ist eine kritische Auseinandersetzung mit seiner Person angebracht. Die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges. mbH und der KHM-Museumsverband veranstalten daher vom 16.03. - 27.11.2016 vier Sonderausstellungen zum Thema:
'Mensch & Herrscher'
im Schloß Schönbrunn stellt Kaiser Franz Joseph als Mensch und Herrscher im Mittelpunkt.
'Repräsentation & Bescheidenheit'
in der Kaiserlichen Wagenburg Wien. Seine persönliche Genügsamkeit wird hier den enormen Kosten für
repräsentative Anlässe gegenübergestellt
'Fest & Alltag'
im Hofmobiliendepot zeigt Möbel aus der kuk Monarchie sowie den Mythos der um den Kaiser entstand.
'Jagd & Freizeit'
im Schloss Niederweiden widmet sich der vom Kaiser geliebten Jagd.
Für die Ausstellungen ist ein vergünstigtes Kombi-Ticket erhältlich und lädt gerade in 2016 zu einem Besuch in der schönen Donau-Metropole ein. Lassen sie sich verführen - und sei es nur zu einer der vom Kaiser geliebten Leckereien wie Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn in einem der traditionellen Kaffehäuser in Wien oder zu einem 'Heurigen' in einer der Buschenschanken. Oder zu einem Besuch im Prater, in der Oper ...
Weitere Informationen insbesondere zu Gruppenreisen nach Wien und zu den Sonderausstellungen finden sie unter www.ix-tours.com/FranzJoseph2016
Franz Joseph I. war jedoch vor allem Kaiser von Österreich in einer Zeit von Umwälzungen auf der politischen Bühne Europas und von Reformen, auf die das Bürgertum drängte. Seine Krönung im Dezember 1848 war die direkte Folge der Revolution in Österreich, die im Herbst niedergeschlagen worden war und die Führungsschwäche seines Vorgängers Ferdinand I. aufgezeigt hatte. Unbeeindruckt von den Forderungen der Revolutionäre und den Entwicklungen in anderen Gebieten Europas kehrte Österreich unter der neuen Leitung zum Absolutismus (Neoabsolutismus) zurück, der Kaiser nahm die Fäden wieder selbst in die Hand und regierte zentralistisch.
Durch die Herrschaft Franz Josephs wurden Reformen 68 Jahre lang weitgehend aufgehalten, was nach seinem Tod 1916 unausweichlich zum Zerfall des Reiches führte. 1914 führte er sein Land und in der Folge viele weitere Länder in die Katastrophe des ersten Weltkriegs.
In der öffentlichen Wahrnehmung heute ist ein anderes Bild von Franz Joseph präsent. Der wirtschaftliche Aufschwung während seiner Ära hat unzählige Prachtbauten hinterlassen und die von ihm initiierte Ringstrasse ist noch heute eine einzigartig schöner Boulevard. Eine besondere Rolle spielt bei seiner Glorifizierung auch seine Ehe mit Elisabeth sowie die Wahrnehmung als gütiger Landesvater in seinen späteren Lebensjahren.
Zum 100. Todestag von Franz Joseph am 21. November 2016 ist eine kritische Auseinandersetzung mit seiner Person angebracht. Die Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges. mbH und der KHM-Museumsverband veranstalten daher vom 16.03. - 27.11.2016 vier Sonderausstellungen zum Thema:
'Mensch & Herrscher'
im Schloß Schönbrunn stellt Kaiser Franz Joseph als Mensch und Herrscher im Mittelpunkt.
'Repräsentation & Bescheidenheit'
in der Kaiserlichen Wagenburg Wien. Seine persönliche Genügsamkeit wird hier den enormen Kosten für
repräsentative Anlässe gegenübergestellt
'Fest & Alltag'
im Hofmobiliendepot zeigt Möbel aus der kuk Monarchie sowie den Mythos der um den Kaiser entstand.
'Jagd & Freizeit'
im Schloss Niederweiden widmet sich der vom Kaiser geliebten Jagd.
Für die Ausstellungen ist ein vergünstigtes Kombi-Ticket erhältlich und lädt gerade in 2016 zu einem Besuch in der schönen Donau-Metropole ein. Lassen sie sich verführen - und sei es nur zu einer der vom Kaiser geliebten Leckereien wie Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn in einem der traditionellen Kaffehäuser in Wien oder zu einem 'Heurigen' in einer der Buschenschanken. Oder zu einem Besuch im Prater, in der Oper ...
Weitere Informationen insbesondere zu Gruppenreisen nach Wien und zu den Sonderausstellungen finden sie unter www.ix-tours.com/FranzJoseph2016
Freitag, 8. Januar 2016
Salzburg 2016
200 Jahre Salzburg in Österreich - an dieses Gedenkjahr wurde während des diesjährigen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker mit einem Info-Film während der Pause erinnert. Der aus den Tönen einer Spieluhr wieder auferstandene Mozart streift durch die schöne Stadt an der Salzach und nimmt mit Begeisterung wahr, das die Musik in seiner Geburtsstadt noch immer eine große Rolle spielt. In Österreich ist der Film in der ORF Mediathek verfügbar.
In den Wirren der napoleonischen Kriege endet die Herrschaft der Erzbischöfe in Salzburg und die Franzosen übernehmen immer wieder die Herrschaft über die Stadt. In dieser Zeit fällt es bereits 1805 an Österreich und 1810 an Bayern. Im April 1816 wird schliesslich im Vertrag von München zwischen den Habsburgern und Wittelsbachern die Grenze festgeschrieben - Salzburg gehört damit endgültig zu Österreich. Der Wechsel wird am 01. Mai 1816 offiziell vollzogen.
Das Jubiläumsjahr 2016 nimmt die Landesregierung zum Anlass, die Geschichte "differenziert und durchaus kritisch" zu reflektieren mit den Fragen
"Woher kommen wir?"
"Wer sind wir?"
"Wohin gehen wir?"
Im Zentrum der Veranstaltungen und Events steht eine umfassende Ausstellungs-Trilogie "Bischof. Kaiser. Jedermann. 200 Jahre Salzburg bei Österreich" im Salzburg Museum, mit der die Geschichte Salburgs vom glanzvollen Fürsterzbistum bis in die Moderne erzählt wird. Die drei Teile "Schatzkammer Salzburg", "Erzähl mir Salzburg" und "Am Schauplatz" sind vom 30. April bis zum 30. Oktober 2016 zu sehen.
Zudem sind über das Jahr verteilt Ausstellungen, Symposien und Präsentationen geplant - und ein Festakt des Landeshauptmann am 14. April 2016 in der Residenz.
Salzburg ist auch ohne das Jubiläumsjahr ein sehr schönes Reiseziel. Die Festung und Schlösser, die barocke Altstadt und Mozart sind nur drei der beliebtesten Reisethemen. Dazu lädt die Seenlandschaft des Salzburger Land zu Ausflügen und Aktivitäten ein.
Das Veranstaltungsprogramm von Salzburg 2016 finden sie unter http://www.salzburg2016.at/de/programmhoehepunkte/
Salzburg 2016 ist ein guter Anlass für eine Projektwoche zum Thema - http://www.ix-tours.com/de/sonderangebote/salzburgsoj.aspx
In den Wirren der napoleonischen Kriege endet die Herrschaft der Erzbischöfe in Salzburg und die Franzosen übernehmen immer wieder die Herrschaft über die Stadt. In dieser Zeit fällt es bereits 1805 an Österreich und 1810 an Bayern. Im April 1816 wird schliesslich im Vertrag von München zwischen den Habsburgern und Wittelsbachern die Grenze festgeschrieben - Salzburg gehört damit endgültig zu Österreich. Der Wechsel wird am 01. Mai 1816 offiziell vollzogen.
Das Jubiläumsjahr 2016 nimmt die Landesregierung zum Anlass, die Geschichte "differenziert und durchaus kritisch" zu reflektieren mit den Fragen
"Woher kommen wir?"
"Wer sind wir?"
"Wohin gehen wir?"
Im Zentrum der Veranstaltungen und Events steht eine umfassende Ausstellungs-Trilogie "Bischof. Kaiser. Jedermann. 200 Jahre Salzburg bei Österreich" im Salzburg Museum, mit der die Geschichte Salburgs vom glanzvollen Fürsterzbistum bis in die Moderne erzählt wird. Die drei Teile "Schatzkammer Salzburg", "Erzähl mir Salzburg" und "Am Schauplatz" sind vom 30. April bis zum 30. Oktober 2016 zu sehen.
Zudem sind über das Jahr verteilt Ausstellungen, Symposien und Präsentationen geplant - und ein Festakt des Landeshauptmann am 14. April 2016 in der Residenz.
Salzburg ist auch ohne das Jubiläumsjahr ein sehr schönes Reiseziel. Die Festung und Schlösser, die barocke Altstadt und Mozart sind nur drei der beliebtesten Reisethemen. Dazu lädt die Seenlandschaft des Salzburger Land zu Ausflügen und Aktivitäten ein.
Das Veranstaltungsprogramm von Salzburg 2016 finden sie unter http://www.salzburg2016.at/de/programmhoehepunkte/
Salzburg 2016 ist ein guter Anlass für eine Projektwoche zum Thema - http://www.ix-tours.com/de/sonderangebote/salzburgsoj.aspx
Mittwoch, 6. Januar 2016
Sissi oder Sisi?
Immer wieder zu den Weihnachtsfeiertagen läuft die romantisch verklärte 'Sissi'-Trilogie aus den 50er Jahren. Obwohl in vielen Details gut gemacht, tragen die Filme mehr dem Bedürfnis nach Menschlichkeit in der Pracht der Monarchie Rechnung als wie der Realität am österreichischen Hof im 19. Jahrhundert. Damit sind sie nur bedingt realistisch und besonders das Bild, das von Elisabeth Amalie Eugenie geprägt wird, ist mit bunten Farben schöngefärbt.
Die zweite Dezemberhälfte habe ich mich daher aufgemacht, den Spuren von 'Sisi' (so ist es tatsächlich korrekt) in Wien nachzugehen. Dabei habe ich ihre Grabstätte in der Kapuzinergruft aussen vor gelassen und mich auf die beiden Habsburger-Residenzen in Wien konzentriert. Die Heimat der Kaiserin von Österreich in Possenhofen am Starnberger See ist mir bereits bekannt. Das Schloss des Herzogs Max in Bayern liegt nahe am See und ist heute nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich. Die Lage am See mit der Uferpromenade und der nicht weit entfernten Roseninsel läßt jedoch erahnen, wie naturnah die Kindheit Elisabeths gewesen sein muss. Das Haus, das im Film zu sehen ist, entspricht nicht der Realität. Wälder gibt es neben dem Schlosspark Possenhofen in direkter Nähe ebenso wenig wie Berge. Das Panorama der 50 km entfernten Alpen ist vom See aus jedoch sehr eindrucksvoll.
Die prachtvollen Bauten in Wien haben die 16jährige Braut im Vergleich dazu wohl eher erdrückt. Ein Modell in der Hofburg zeigt die originale Größe der Palastanlage, die auch noch Gebäude einschloß, die heute durch Straßen abgetrennt sind. Die Wiener Hofburg war die Winterresidenz der Habsburger und liegt im Zentrum von Wien, wogegen die Sommerresidenz Schönbrunn am Stadtrand zu finden ist. Mit den weitläufigen Gärten und dem angeschlossenen Tiergarten ist es eine eindrucksvolle Residenz.
Sowohl für die Wiener Hofburg als auch für Schloss Schönbrunn empfehle ich die Grand Tour mit einer Führung. So erhält man den besten Überblick und kann sich offene Fragen direkt beantworten lassen. (Respekt - Die meisten Fragen konnte die Führerin tatsächlich beantworten!)Die Führung in der Hofburg beginnt mit einer Ausstellung über Sisi und geht dann in die kaiserlichen Appartments für Franz-Josef und Elisabeth über. In Schönbrunn ist neben den Räumen des Kaiserpaares auch der Flügel zu besichtigen, den Maria Theresia mit ihrer Familie bewohnte.
Was erzählen die Ausstellungen über Sisi und Franz Josef?
Kleider (Modelle und im Original), Haar-Imitationen und persönliche Gegenstände Elisabeths lassen einen Vergleich mit der von Romy Schneider verkörperten Film-Sissi zu. In Wahrheit war sie größer (172) als ihr kaiserlicher Gemahl und legte extremen Wert auf Ihre Figur und Ihr Aussehen. Wöchentlich kam der Zahnarzt um die durch das (verpönte) Rauchen verfärbten Zähne zu reinigen. In jeder der kaiserlichen Residenzen wurde ein Turnzimmer eingerichtet so dass die Kaiserin täglich ihren Körper trainieren konnte. Mit ca. 50 kg Gewicht war sie stark untergewichtig, heute würde man bei ihr wohl Magersucht diagnostizieren. Ihre Haare wurden nie abgeschnitten und waren letztlich bodenlang. An einem lebensgroßen Modell in ihrem Badezimmer im Schloss Schönbrunn wird deutlich, dass für die tägliche Pflege viel Zeit erforderlich war. Die Haarwäsche mit Luft-Trocknen über Ständern nahm nahezu einen ganzen Tag in Anspruch.
Die Räume sind gefüllt mit Gemälden von Ahnen und Verwandten der kaiserlichen Familie in prachtvollen Gewändern. Da sticht im Turnzimmer der Kaiserin in der Hofburg ein Porträt eines bürgerlichen Zivilisten ins Auge - Heinrich Heine. Elisabeth sah in ihm ihr großes Vorbild was Ihre eigenen Notizen, Gedichte und Erzählungen betrifft. Diese Einstellung ermöglicht uns einen Blick in die Gefühlswelt der Kaiserin von Österreich - an verschiedenen Stellen in der Ausstellung ergänzen Auszüge ihrer Briefe und Gedichte die Eindrücke der Gegenstände.
Der in der Ausstellung gezeigte Eisenbahnwaggon Elisabeths erinnert an ihre vielen Reisen, mit denen Sie aus der höfischen Kälte entfloh. Ein bequemer Raum, in dem auch lange Bahnreisen gut zu bewältigen waren. Ein kleines abgetrenntes Abteil bot einen Sitzplatz für die Zofe. Die Reisen der Kaiserin führten letztlich auch zu Ihrem plötzlichen Tod. Sie liebte es, inkognito zu reisen und hatte mit wenig Personal auch keinen Schutz gegen Attentäter. Die Vorreiter unsere heutigen Regenbogenpresse spürten Sie jedoch in Genf auf und publizierten Ihren Aufenthalt dort. So konnte ihr der Attentäter, der sein eigentliches Opfer verfehlte, eine tödliche Stichverletzung beibringen, der sie kurze Zeit darauf erlag.
Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich hat in den Sissi-Filmen notorisch zu wenig Zeit für seine Elisabeth. Dieser Umstand läßt sich aus seinem Tagesablauf erahnen. In beiden Residenzen ist sein Schreibtisch der zentrale Punkt und die private Möblierung recht spärlich. Täglich wurde er um 3.30 h geweckt und in einer tragbaren Kautschuk-Badewanne gewaschen. Nach einem ersten Frühstück gegen 5 h begann der Arbeitstag, der bis abends andauerte. Ab 10 h gab er Audienzen, die nur wenige Minuten dauerten. Jeder konnte einen Audienz beantragen und sein Anliegen dem Kaiser vortragen. Damit bewies er eine aussergewöhnliche Volksnähe.
Die kaiserliche Tafel am Ende der Führung in der Hofburg täuscht. Aufwändige Mahlzeiten waren offiziellen Anlässen vorbehalten. Franz Josef I. bevorzugte regionale Kost wie z. B. die österreichischen Mehlspeisen Apfelstrudel und den Kaiserschmarrn. Eine 'Kaisersemmel' ist übrigens auf einem der großen Gemälde in den Kaiserappartments auf dem Tisch deutlich verewigt. Gegessen hat der Kaiser übrigens vorzugsweise an seinem Schreibtisch.
Ordnungsliebend soll Franz Josef gewesen sein. Sein Schreibtisch war stets peinlichlich sauber und aufgeräumt. Einen Papierkorb kann man nicht entdecken - er ist dezent verdeckt in einem Möbelstück, dass einer kleinen Sitzbank auf einem Fuß ähnelt. Auffällig am Arbeitsplatz des Kaisers ist das Gemälde von Elisabeth, dass in einem ovalen Rahmen auf einer Staffelei vor dem Schreibtisch steht. Franz Josef hatte seine geliebte Sisi damit immer im Blick. Das Porträt von Franz Xaver Winterhalter zeigt Sisi mit offenen Haaren im Morgenlicht.
Da traf ein pflichtbewußter Workaholic auf eine lebensfrohe junge Frau, die mit den Zwängen des höfischen Lebens nicht umgehen konnte und von den Schicksalsschlägen (früher Tod der 1. Tochter und tragischer Tod des Sohnes) schwer getroffen wurde. Das bietet Stoff für Vermutungen und Geschichten und die prachtvollen Zeugnisse der Habsburger Monarchie verleiten im Rückblick zur Verklärung ihrer Zeit. Letztlich verhinderte der volksnahe Kaiser mit seinem zentralilstisch auf sich selbst ausgerichteten Regierungsstil notwendige Reformen und führte sein Land in die Katastrophe des 1. Weltkriegs.
Genießen wir aber weiter die unterhaltsamen Anekdoten in den Filmen - und die verschwenderische Pracht der kuk Monarchie wie sie in Österreich heute gut konserviert wird. Dabei finanziert sich die Verwaltung der Schlössern weitgehend selbst und bewahrt die Erinnerung an eine 'schöne Zeit', deren Begleiterscheinungen niemand zurücksehnt.
Weitere Informationen zu Gruppenreisen nach Wien unter http://www.ix-tours.com/DE/erwachsenenreisen/wiena.aspx
Die zweite Dezemberhälfte habe ich mich daher aufgemacht, den Spuren von 'Sisi' (so ist es tatsächlich korrekt) in Wien nachzugehen. Dabei habe ich ihre Grabstätte in der Kapuzinergruft aussen vor gelassen und mich auf die beiden Habsburger-Residenzen in Wien konzentriert. Die Heimat der Kaiserin von Österreich in Possenhofen am Starnberger See ist mir bereits bekannt. Das Schloss des Herzogs Max in Bayern liegt nahe am See und ist heute nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich. Die Lage am See mit der Uferpromenade und der nicht weit entfernten Roseninsel läßt jedoch erahnen, wie naturnah die Kindheit Elisabeths gewesen sein muss. Das Haus, das im Film zu sehen ist, entspricht nicht der Realität. Wälder gibt es neben dem Schlosspark Possenhofen in direkter Nähe ebenso wenig wie Berge. Das Panorama der 50 km entfernten Alpen ist vom See aus jedoch sehr eindrucksvoll.
Die prachtvollen Bauten in Wien haben die 16jährige Braut im Vergleich dazu wohl eher erdrückt. Ein Modell in der Hofburg zeigt die originale Größe der Palastanlage, die auch noch Gebäude einschloß, die heute durch Straßen abgetrennt sind. Die Wiener Hofburg war die Winterresidenz der Habsburger und liegt im Zentrum von Wien, wogegen die Sommerresidenz Schönbrunn am Stadtrand zu finden ist. Mit den weitläufigen Gärten und dem angeschlossenen Tiergarten ist es eine eindrucksvolle Residenz.
Sowohl für die Wiener Hofburg als auch für Schloss Schönbrunn empfehle ich die Grand Tour mit einer Führung. So erhält man den besten Überblick und kann sich offene Fragen direkt beantworten lassen. (Respekt - Die meisten Fragen konnte die Führerin tatsächlich beantworten!)Die Führung in der Hofburg beginnt mit einer Ausstellung über Sisi und geht dann in die kaiserlichen Appartments für Franz-Josef und Elisabeth über. In Schönbrunn ist neben den Räumen des Kaiserpaares auch der Flügel zu besichtigen, den Maria Theresia mit ihrer Familie bewohnte.
Was erzählen die Ausstellungen über Sisi und Franz Josef?
Kleider (Modelle und im Original), Haar-Imitationen und persönliche Gegenstände Elisabeths lassen einen Vergleich mit der von Romy Schneider verkörperten Film-Sissi zu. In Wahrheit war sie größer (172) als ihr kaiserlicher Gemahl und legte extremen Wert auf Ihre Figur und Ihr Aussehen. Wöchentlich kam der Zahnarzt um die durch das (verpönte) Rauchen verfärbten Zähne zu reinigen. In jeder der kaiserlichen Residenzen wurde ein Turnzimmer eingerichtet so dass die Kaiserin täglich ihren Körper trainieren konnte. Mit ca. 50 kg Gewicht war sie stark untergewichtig, heute würde man bei ihr wohl Magersucht diagnostizieren. Ihre Haare wurden nie abgeschnitten und waren letztlich bodenlang. An einem lebensgroßen Modell in ihrem Badezimmer im Schloss Schönbrunn wird deutlich, dass für die tägliche Pflege viel Zeit erforderlich war. Die Haarwäsche mit Luft-Trocknen über Ständern nahm nahezu einen ganzen Tag in Anspruch.
Die Räume sind gefüllt mit Gemälden von Ahnen und Verwandten der kaiserlichen Familie in prachtvollen Gewändern. Da sticht im Turnzimmer der Kaiserin in der Hofburg ein Porträt eines bürgerlichen Zivilisten ins Auge - Heinrich Heine. Elisabeth sah in ihm ihr großes Vorbild was Ihre eigenen Notizen, Gedichte und Erzählungen betrifft. Diese Einstellung ermöglicht uns einen Blick in die Gefühlswelt der Kaiserin von Österreich - an verschiedenen Stellen in der Ausstellung ergänzen Auszüge ihrer Briefe und Gedichte die Eindrücke der Gegenstände.
Der in der Ausstellung gezeigte Eisenbahnwaggon Elisabeths erinnert an ihre vielen Reisen, mit denen Sie aus der höfischen Kälte entfloh. Ein bequemer Raum, in dem auch lange Bahnreisen gut zu bewältigen waren. Ein kleines abgetrenntes Abteil bot einen Sitzplatz für die Zofe. Die Reisen der Kaiserin führten letztlich auch zu Ihrem plötzlichen Tod. Sie liebte es, inkognito zu reisen und hatte mit wenig Personal auch keinen Schutz gegen Attentäter. Die Vorreiter unsere heutigen Regenbogenpresse spürten Sie jedoch in Genf auf und publizierten Ihren Aufenthalt dort. So konnte ihr der Attentäter, der sein eigentliches Opfer verfehlte, eine tödliche Stichverletzung beibringen, der sie kurze Zeit darauf erlag.
Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich hat in den Sissi-Filmen notorisch zu wenig Zeit für seine Elisabeth. Dieser Umstand läßt sich aus seinem Tagesablauf erahnen. In beiden Residenzen ist sein Schreibtisch der zentrale Punkt und die private Möblierung recht spärlich. Täglich wurde er um 3.30 h geweckt und in einer tragbaren Kautschuk-Badewanne gewaschen. Nach einem ersten Frühstück gegen 5 h begann der Arbeitstag, der bis abends andauerte. Ab 10 h gab er Audienzen, die nur wenige Minuten dauerten. Jeder konnte einen Audienz beantragen und sein Anliegen dem Kaiser vortragen. Damit bewies er eine aussergewöhnliche Volksnähe.
Die kaiserliche Tafel am Ende der Führung in der Hofburg täuscht. Aufwändige Mahlzeiten waren offiziellen Anlässen vorbehalten. Franz Josef I. bevorzugte regionale Kost wie z. B. die österreichischen Mehlspeisen Apfelstrudel und den Kaiserschmarrn. Eine 'Kaisersemmel' ist übrigens auf einem der großen Gemälde in den Kaiserappartments auf dem Tisch deutlich verewigt. Gegessen hat der Kaiser übrigens vorzugsweise an seinem Schreibtisch.
Ordnungsliebend soll Franz Josef gewesen sein. Sein Schreibtisch war stets peinlichlich sauber und aufgeräumt. Einen Papierkorb kann man nicht entdecken - er ist dezent verdeckt in einem Möbelstück, dass einer kleinen Sitzbank auf einem Fuß ähnelt. Auffällig am Arbeitsplatz des Kaisers ist das Gemälde von Elisabeth, dass in einem ovalen Rahmen auf einer Staffelei vor dem Schreibtisch steht. Franz Josef hatte seine geliebte Sisi damit immer im Blick. Das Porträt von Franz Xaver Winterhalter zeigt Sisi mit offenen Haaren im Morgenlicht.
Da traf ein pflichtbewußter Workaholic auf eine lebensfrohe junge Frau, die mit den Zwängen des höfischen Lebens nicht umgehen konnte und von den Schicksalsschlägen (früher Tod der 1. Tochter und tragischer Tod des Sohnes) schwer getroffen wurde. Das bietet Stoff für Vermutungen und Geschichten und die prachtvollen Zeugnisse der Habsburger Monarchie verleiten im Rückblick zur Verklärung ihrer Zeit. Letztlich verhinderte der volksnahe Kaiser mit seinem zentralilstisch auf sich selbst ausgerichteten Regierungsstil notwendige Reformen und führte sein Land in die Katastrophe des 1. Weltkriegs.
Genießen wir aber weiter die unterhaltsamen Anekdoten in den Filmen - und die verschwenderische Pracht der kuk Monarchie wie sie in Österreich heute gut konserviert wird. Dabei finanziert sich die Verwaltung der Schlössern weitgehend selbst und bewahrt die Erinnerung an eine 'schöne Zeit', deren Begleiterscheinungen niemand zurücksehnt.
Weitere Informationen zu Gruppenreisen nach Wien unter http://www.ix-tours.com/DE/erwachsenenreisen/wiena.aspx
Mittwoch, 18. November 2015
Läßt sich Angst absichern?
Die tragischen Ereignisse der vergangenen Tage haben uns unangenehme Wahrheiten ins Bewußtsein zurückgerufen. Auch in unserer westlichen Gesellschaft mit hohen Sicherheitsstandards bestehen Gefahren, die wir durch Gesetze und staatliche Gewalt nicht vollständig kontrollieren können. Und das macht uns Angst.
Mit den aktuellen Bildern vor Augen werden Reisepläne in die Metropolen Europas sehr viel kritischer gesehen und geplante Reisen auf den Prüfstand gestellt. Wie sind die rechtlichen Möglichkeiten, den Ängsten von Teilnehmern, Eltern und Aufsichtspersonen gerecht zu werden?
In § 651 j BGB ist ein Sonderkündigungsrecht für bereits gebuchte und/oder angetretene Reisen geregelt. Massgeblich ist, dass "die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt" wird. Das kann in der aktuell diskutierten Situation zutreffen, wenn die Reise durch die Vorfälle unmittelbar betroffen wäre.
Bei einer Reise nach Paris am vergangenen Wochenende kann man die Anwendung des Sonderkündigungsrechts annehmen, schwieriger wird es jedoch bei Reisen in andere Zielgebiete, die nicht direkt betroffen sind. Eine Reise in die ebenfalls in Frankreich gelegene Provence oder in eine der evtl. als nächstes Terrorziel geplante Metropole mag ähnliche Ängste hervorrufen, vom Sonderkündigungsrecht ist sie jedoch nicht betroffen, sofern nicht weitere Umstände vorliegen.
Für Reisen, die erst für das nächste Jahr gebucht wurden, ist die Abschätzung der Gefährdung heute nicht möglich. Wer weiss schon heute, ob und in welcher Region im kommenden Jahr Terror oder Unruhen auftreten werden.
Die rechtliche Situation hilft natürlich nur bedingt in der Diskussion mit besorgten Teilnehmern oder sogar Eltern. Hier ist es sinnvoll, wenn sich der Gruppenleiter mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzt und die Möglchkeiten einer Änderung, Umbuchung oder ggf. auch Kündigung der Reise bespricht. Auch als Veranstalter beobachten wir die Entwicklungen mit Sorge und nehmen auch die Ängste unserer Reiseteilnehmer ernst.
Ein Fall für die Rücktrittskostenversicherung sind Rücktritte wegen Beeinträchtigung durch höherer Gewalt nicht. Wer eine Reise aus Angst vor möglicher Gefährdung absagt, dem werden die finanziellen Folgen nicht erspart bleiben. Es lohnt sich jedoch, frühzeitig in den Dialog mit dem Veranstalter zu treten, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.
Mit den aktuellen Bildern vor Augen werden Reisepläne in die Metropolen Europas sehr viel kritischer gesehen und geplante Reisen auf den Prüfstand gestellt. Wie sind die rechtlichen Möglichkeiten, den Ängsten von Teilnehmern, Eltern und Aufsichtspersonen gerecht zu werden?
In § 651 j BGB ist ein Sonderkündigungsrecht für bereits gebuchte und/oder angetretene Reisen geregelt. Massgeblich ist, dass "die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt" wird. Das kann in der aktuell diskutierten Situation zutreffen, wenn die Reise durch die Vorfälle unmittelbar betroffen wäre.
Bei einer Reise nach Paris am vergangenen Wochenende kann man die Anwendung des Sonderkündigungsrechts annehmen, schwieriger wird es jedoch bei Reisen in andere Zielgebiete, die nicht direkt betroffen sind. Eine Reise in die ebenfalls in Frankreich gelegene Provence oder in eine der evtl. als nächstes Terrorziel geplante Metropole mag ähnliche Ängste hervorrufen, vom Sonderkündigungsrecht ist sie jedoch nicht betroffen, sofern nicht weitere Umstände vorliegen.
Für Reisen, die erst für das nächste Jahr gebucht wurden, ist die Abschätzung der Gefährdung heute nicht möglich. Wer weiss schon heute, ob und in welcher Region im kommenden Jahr Terror oder Unruhen auftreten werden.
Die rechtliche Situation hilft natürlich nur bedingt in der Diskussion mit besorgten Teilnehmern oder sogar Eltern. Hier ist es sinnvoll, wenn sich der Gruppenleiter mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzt und die Möglchkeiten einer Änderung, Umbuchung oder ggf. auch Kündigung der Reise bespricht. Auch als Veranstalter beobachten wir die Entwicklungen mit Sorge und nehmen auch die Ängste unserer Reiseteilnehmer ernst.
Ein Fall für die Rücktrittskostenversicherung sind Rücktritte wegen Beeinträchtigung durch höherer Gewalt nicht. Wer eine Reise aus Angst vor möglicher Gefährdung absagt, dem werden die finanziellen Folgen nicht erspart bleiben. Es lohnt sich jedoch, frühzeitig in den Dialog mit dem Veranstalter zu treten, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.
Dienstag, 3. November 2015
Jane Austen
Vielen ist Jane Austen vor allem durch die Verfilmung Ihrer Hauptwerke wie 'Stolz und Vorurteil' und 'Emma' bekannt geworden. Wer Jane Austen aufgrund der Verfilmungen in den Bereich des Kitsch verbannt, dem sei die Lektüre Ihrer Werke in gedruckter Form empfohlen. Mit ihrer scharfen Beobachtungsgabe und teilweise spitzer Zunge (Feder) bringt sie die Hintergründe menschlichen Handelns häufig auf den Punkt. Dabei handeln Ihre Novellen zwar vor allem um die Liebe junger Frauen. Jane Austen richtet ihren Fokus jedoch vor allem auf die Situation junger Frauen in einer Gesellschaft, die ihnen nur den Platz als Ehefrau und Mutter zugesteht. Vor dieser Erwartungshaltung bleibt denen, die aus verschiedensten Gründen unverheiratet bleiben, nur das Schicksal, im Schutz von gönnerhaften Verwandten ihr Leben zu verbringen. Aus diesem Blickwinkel gesehen waren ihre Bücher für Ihre Zeit sozialkritisch.
Mit diesem Hintergrundwissen lohnt es sich, die Welt von Jane Austen in England zu entdecken. Auf unserer England-Reise haben wir uns daher auf die Suche nach Jane Austen begeben und zunächst 2 Stationen ihres Lebens besucht.
Informationen in hoher Qualität haben wir im Jane Austen House Museum in Chawton gefunden. Hier verbrachte Jane Austen die letzten 8 Jahre ihres kurzen Lebens und hier hat sie ihre früheren Werke überarbeitet und unter dem Pseudonym 'from a Lady' teilweise veröffentlicht. Das Cottage in der Nähe des Chawton Manor wurde der Mutter von Jane Austen nach dem Tod des Vaters zur Verfügung gestellt und hier lebte sie mit ihrer Mutter, ihrer Schwester sowie einer weiteren Verwandten. Das Gebäude wurde nach dem Tod der Familie zu verschiedenen Zwecken genutzt und fiel bei einem Verkauf 1948 an Mr. T. Edward Carpenter, der es der Allgemeinheit zur Verfügung stellte. Im Juli 1949 wurde das Museum eröffnet und seitdem wurde das Haus kontinuierlich dem Zustand angeglichen, in dem es Zur Zeit Jane Austens war. Persönliche Gegenstände wurden erworben und zeigenössische Kleidung und Möbel ergänzt.
Die ruhige Lage in Chawton Village, der schön angelegte Garten und die Räume im Stil um 1800 - man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Die Anlage lädt zum Verweilen ein.
Das Chawton House mit der Chawton Library liegt nicht weit entfernt kann mit einem kleinen Spaziergang erreicht werden. und bietet weitere Gelegenheit, die Zeit von Jane Austen kennen zu lernen.
In Bath hat Jane Austen 6 Jahre (1801 - 1806) gelebt. In dieser Zeit hat sie nicht viel geschrieben, die gesellschaftlichen Umstände, die sie in ihren Werken thematisiert hat sie aber wohl hier kennen gelernt. Das Jane Austen Centre empfehle ich nur bedingt. Es gibt bei einem Kurzvortrag zu Beginn einen Überblick über die Familienverhältnisse der Familie Austen und über das Leben von Jane Austen. Wirklich zu sehen gibt es jedoch nicht viel. Jane Austen wird hier vor allem aus Sicht der Verfilmungen ihrer Werke behandelt. Mein Tipp - sparen sie sich die Ausstellung und gehen sie gleich in das 2. Obergeschoß. Der 'Regency Tea Room' ist mehr ein Ausstellungsstück als das Centre darunter und bietet eine gute Auswahl an Tee und Gebäck. Englischen Tee erhalten Sie hier noch als losen Blatttee in der Kanne - dazu warme Scones, serviert von Damen im Outfit um 1800.
Besuchen Sie in Bath die Orte, die Jane Austen vertraut waren. Dies können Sie auf eigene Faust oder mit einem Stadtführer tun. Die Kirche, in denen ihre Eltern geheiratet haben, ihre verschiedenen Adressen in der Stadt und eindrucksvolle Gebäude, in denen man erkennt, dass sie zu Beschreibungen in den Novellen inspiriert haben.
Zwei weitere Orte auf den Spuren von Jane Austen sind Winchester und Lacock. In Winchester hat Jane das letzte Jahr vor Ihrem Tod verbracht und hier ist sie in der Kathedrale beigesetzt. Lacock, wo die Filme gedreht wurden, weckt die Bilder zum Leben, die wir aus den Verfilmungen kennen. Diese beiden Orte werde ich im Februar besuchen und weiter berichten. In der Zwischenzeit bieten wir Ihnen die Gelegenheit, die genannten Orte auf einer 4-Tages-Busreise kennen zu lernen. Informationen finden Sie auf http://www.ix-tours.com/DE/themenreisen/jane_austen.aspx
Mit diesem Hintergrundwissen lohnt es sich, die Welt von Jane Austen in England zu entdecken. Auf unserer England-Reise haben wir uns daher auf die Suche nach Jane Austen begeben und zunächst 2 Stationen ihres Lebens besucht.
Informationen in hoher Qualität haben wir im Jane Austen House Museum in Chawton gefunden. Hier verbrachte Jane Austen die letzten 8 Jahre ihres kurzen Lebens und hier hat sie ihre früheren Werke überarbeitet und unter dem Pseudonym 'from a Lady' teilweise veröffentlicht. Das Cottage in der Nähe des Chawton Manor wurde der Mutter von Jane Austen nach dem Tod des Vaters zur Verfügung gestellt und hier lebte sie mit ihrer Mutter, ihrer Schwester sowie einer weiteren Verwandten. Das Gebäude wurde nach dem Tod der Familie zu verschiedenen Zwecken genutzt und fiel bei einem Verkauf 1948 an Mr. T. Edward Carpenter, der es der Allgemeinheit zur Verfügung stellte. Im Juli 1949 wurde das Museum eröffnet und seitdem wurde das Haus kontinuierlich dem Zustand angeglichen, in dem es Zur Zeit Jane Austens war. Persönliche Gegenstände wurden erworben und zeigenössische Kleidung und Möbel ergänzt.
Die ruhige Lage in Chawton Village, der schön angelegte Garten und die Räume im Stil um 1800 - man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Die Anlage lädt zum Verweilen ein.
Das Chawton House mit der Chawton Library liegt nicht weit entfernt kann mit einem kleinen Spaziergang erreicht werden. und bietet weitere Gelegenheit, die Zeit von Jane Austen kennen zu lernen.
In Bath hat Jane Austen 6 Jahre (1801 - 1806) gelebt. In dieser Zeit hat sie nicht viel geschrieben, die gesellschaftlichen Umstände, die sie in ihren Werken thematisiert hat sie aber wohl hier kennen gelernt. Das Jane Austen Centre empfehle ich nur bedingt. Es gibt bei einem Kurzvortrag zu Beginn einen Überblick über die Familienverhältnisse der Familie Austen und über das Leben von Jane Austen. Wirklich zu sehen gibt es jedoch nicht viel. Jane Austen wird hier vor allem aus Sicht der Verfilmungen ihrer Werke behandelt. Mein Tipp - sparen sie sich die Ausstellung und gehen sie gleich in das 2. Obergeschoß. Der 'Regency Tea Room' ist mehr ein Ausstellungsstück als das Centre darunter und bietet eine gute Auswahl an Tee und Gebäck. Englischen Tee erhalten Sie hier noch als losen Blatttee in der Kanne - dazu warme Scones, serviert von Damen im Outfit um 1800.
Besuchen Sie in Bath die Orte, die Jane Austen vertraut waren. Dies können Sie auf eigene Faust oder mit einem Stadtführer tun. Die Kirche, in denen ihre Eltern geheiratet haben, ihre verschiedenen Adressen in der Stadt und eindrucksvolle Gebäude, in denen man erkennt, dass sie zu Beschreibungen in den Novellen inspiriert haben.
Zwei weitere Orte auf den Spuren von Jane Austen sind Winchester und Lacock. In Winchester hat Jane das letzte Jahr vor Ihrem Tod verbracht und hier ist sie in der Kathedrale beigesetzt. Lacock, wo die Filme gedreht wurden, weckt die Bilder zum Leben, die wir aus den Verfilmungen kennen. Diese beiden Orte werde ich im Februar besuchen und weiter berichten. In der Zwischenzeit bieten wir Ihnen die Gelegenheit, die genannten Orte auf einer 4-Tages-Busreise kennen zu lernen. Informationen finden Sie auf http://www.ix-tours.com/DE/themenreisen/jane_austen.aspx
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